Terry Goodkind – Der Tempel der vier Winde

Die Pest geht um in der neuen Welt

Zum Inhalt: Die Pest ist ausgebrochen. Jagang hat eine Schwester der Finsternis in den Tempel der vier Winde geschickt um ein Artefakt zu holen, das die Pest auslöst. Nun ist es an Richard erneut in den Tempel zu gelangen um die Welt vor der Pest zu schützen, denn selbst bei den entfernt lebenden Schlammmenschen ist sie bereits ausgebrochen. Doch wo ist dieser Tempel, der einst zu Zeiten des großen Krieges existiert haben soll? Und wie kommt Richard dort hinein? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Doch der Mechanismus zum Öffnen des Tempels verspricht nichts Gutes!

Meine Meinung: Mir hat dieser Teil wieder ausgesprochen gut gefallen: Es gab spannende Kämpfe, emotionale Szenen, Kontexte zum Aufregen und viele zum Mitfiebern. Trotz des enormen Umfangs ist dieser Teil durchweg spannend und interessant, da auch neue Charaktere hinzukommen und die Handlung auffrischen. Im Fordergrund stehen in diesem Teil sicherlich die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Charakterentwicklung, doch dies tut der Lesefreude keinen Abbruch – im Gegenteil. Die zahlreichen Nebenschauplätze machen das Buch zu einer runden Sache und bringen die Gesamthandlung vorwärts.
Besonders der Teil bei dem das Problem gelöst wurde, wie Richard in den Tempel gelangt, hat mir außerordentlich gut gefallen. Goodkind hat es geschafft diesen Abschnitt so zu schreiben, dass man sich erst tierisch mit den Protagonisten aufregt, da manche Zusammenhänge einfach nicht plausibel waren, dann, als der tatsächliche „Verrat“ passierte, dachte ich nur: „Haben die beiden denn jetzt einen an der Marmel?“ und habe mich tierisch über die Protagonisten aufgeregt. Herrlich, denn natürlich klärt sich alles auf – es kommen ja noch ein paar Teile…

Fazit: Ein gefühlsbetonter Teil der mir trotz der Länge sehr gut gefallen hat.

Buchdaten:  Der Tempel der vier Winde – Terry Goodkind
Genre: Fantasy
1040 Seiten
Blanvalet
Erschienen: 13. Oktober 2008
ISBN-10: 344237104X
Originaltitel: Temple of Winds
Preis: 10,00€

Das Vierte Gesetz der Magie:

„Wisst ihr was dieser Zauberer zu mir sagte?“ fragte Shota. „Er meinte, er habe mir verziehen. Könnt ihr euch das vorstellen? Er gewähre mir Vergebung. Und dann bat er mich selbst darum.“
-„Eine seltsame Bemerkung, wenn man es recht bedenkt.“
„Das Vierte Gesetz der Magie, wie er es nannte. Er behauptete, dem Vierten Gesetz zufolge hätte Vergeben etwas Magisches. Eine Magie, die eine heilende Wirkung hat. Das gilt sowohl für die Vergebung, die man selbst gewährt, als auch für die, die man gewährt erhält.“ S. 627

Ausführliche Inhaltszusammenfassung: Achtung Spoiler!

In diesem Band tauchen neue Charaktere auf:
Nadine, eine Kräuterkundige aus Richards Heimat Westland, die von Shota geschickt wurde um ihn zu heiraten. Damals waren sie beinahe ein Paar doch Nadines Ränkespielchen haben dies letztendlich verhindert.
Drefan, der angebliche Hohepriester aus einem Kult von Heilern und zusätzlich Richards Halbbrunder. Er kommt gerade rechtzeitig um Cara zu heilen, die bei dem Versuch einen von Jagang geschickten Magier zu töten selbst schwer verletzt wurde.

Eine Frau ist in Aydindril angekommen und zeigt einigen Kinder ein schönes Kästchen. Der Blick in dieses Kästchen hat jedoch starke Nebenwirkungen: Die Pest bricht aus und  dies nicht nur in der Stadt, nein die Frau – eine Schwester der Finsternis unter Jagangs Fittichen – reist durch das gesamte Land und verbreitet die Pest.

Da die Pest magischen Ursprungs ist, kann sie nur auf magische Weise gebannt werden, nämlich in dem die Ursache vernichtet wird. Das Kästchen stammt aus dem Tempel der vier Winde und dort muss Richard nun hinein.

Der Weg in den Tempel ist schwierig, genauso wie ihn zu lokalisieren und Kahlan muss ihn verraten. So endet das ganze Drama damit, dass Richard Nadine heiraten muss und Kahlan Drefan. Shota, die das vorausgeahnt hatte, schickte extra Nadine um es Richard leichter zu machen. Die Hochzeitsnacht spielt eine große Rolle beim Öffnen der Tore des Tempels, denn beide müssen den Akt in vollkommener Dunkelheit genießen. Kahlen gelingt dies erst nicht, doch dann überwindet sie sich. Als es wieder heller wurde, erkannte sie, dass es Richard war, mit dem sie geschlafen hatte. Dieser fühlt sich nun erst recht durch das Erlebte verraten und geht ohne ein Wort zu sagen in den Tempel.

Doch um wieder hinauszugelangen muss Richard einen hohen Preis zahlen. Er söhnt sich mich Kahlan aus, doch ist nun kurz davor von der Pest hingerafft zu werden. Die einzige Möglichkeit ihn zu retten besteht darin, ein bestimmtes Buch zu zerstören und dabei bestimmte Worte zu sprechen. Dies gelingt zum Schluss auch, doch damit löst Kahlan unwissentlich etwas anderes noch Schlimmeres aus: Sie hat die Chimären drei Mal beim Namen gerufen und ihnen somit ermöglicht wieder auf Erden zu wandeln.

Doch davon wissen sie noch nichts. Sie machen sich auf um bei den Schlammmenschen zu heiraten.

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