Wolfgang Hohlbein – Die Blutgräfin

Eine solide Fortsetzung

Was bisher geschah: -SPOILER BEGINN– Nachdem Andrej und Abu auf der Suche nach Antworten zu ihrer Existenz nicht bedeutend vorangekommen sind, treffen sie in Wien auf einen alten Bekannten: Frederic. Er ist mittlerweile, dem Äußeren nach, ein junger Mann und hat nichts anderes im Kopf als sich an Andrej zu rächen. Im stehen Kräfte zur Verfügung, die Andrej bisher nicht entwickelt hat, sei es nun aus Unwollen oder Unwissen. In einem Entscheidungskampf in den Katakomben unterhalb Wiens gelingt es Andrej Frederic zu besiegen, doch dieser kann Abu Dun noch eine wichtige Mitteilung machen. Er kennt angeblich den Aufenthaltsort von Maria, jener jungen Frau, in die sich Andrej bereits im ersten Teil der Romanreihe verliebt hatte. -SPOILER ENDE –

Zum Inhalt: Noch immer im Europa des 16.Jahrhunderts unterwegs, ist Andrej, zusammen mit Abu Dun, nun auf der Suche nach seiner großen Liebe Maria, ungeachtet dessen, dass sie bereits seit Jahrzehnten tot sein müsste. Es verschlägt die beiden in ein abgelegenes Dorf. Nach den Aussagen des Bauern Ulrics werden die Bewohner angeblich von einer bösen Frau, auch die Blutgräfin genannt, terrorisiert. Sie soll für das Verschwinden mehrer junger Mädchen verantwortlich sein. Andere Bewohner sehen in ihr hingegen eine Wohltäterin.
Darüber hinaus treffen die zwei auf eine seltsame Eule, die sie mit scheinbar mensch-lichem Interesse beobachtet und einen mysteriösen Krieger mit unglaublichen Kräften. Was führt dieser Krieger im Schilde und was hat er mit der Blutgräfin zu tun?

Meine Meinung: Hohlbein greift hier abermals auf eine historische Figur zurück: Die Blutgräfin. Jedoch scheint eben jene Elisabeth Báthory nur eine sehr wage Vorlage zu liefern. Hohlbein lässt aber einige Aspekte, sowohl belegte als auch unbelegte, in seine Geschichte mit einfließen.
Es gelingt Hohlbein in alt bekannter Weise den Leser zu fesseln und eine sehr spannende Geschichte zu erzählen. Die Art und Weise wie die Blutgräfin hier interpretiert wird gefällt mir besonders. Denn es sind ebenjene unbelegten Behauptungen, die diesen Charakter so interessant machen.
Hinzu kommt der mysteriöse Krieger Blanche, welcher den beiden Protagonisten überaus gefährlich wird. Er ist scheinbar kein Vampyr wie sie, aber dafür ebenso unsterblich.
Grundlegend Neues passiert auch in diesem Roman nicht. Diverse Handlungselemente wiederholen sich. Ein abgelegenes Dorf, misstrauische Dorfbewohner, Andrej und Abu Dun werden in eine Falle gelockt usw. Nichtsdestotrotz ist der sechste Teil der „Chronik“ ein sehr solider Teil der Reihe und sogar noch ein wenig besser als sein Vorgänger. Abermals gelingt Hohlbein ein überraschendes, wenn auch im Nachhinein vielleicht etwas vorhersehbares Ende.

Fazit: Mit der Blutgräfin befindet sich die „Chronik“ auf einem stabilen Pfad. Keine großartigen Neuerungen, aber dafür altbewährte Atmosphäre und Spannung. Nicht der beste, aber auch bei weitem nicht der schlechteste Roman der Reihe.

Buchdaten: Die Blutgräfin – Wolfgang Hohlbein
Genre: Fantasy
Taschenbuch
432 Seiten
Ullstein
Erschienen: September 2005
ISBN-10: 3548261566
Preis: 8,95€

Übersicht über die Reihe:

Am Abgrund Der Vampyr Der Todesstoß Der Untergang
Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4
Rezension Rezension Rezension Rezension
Die Wiederkehr Die Blutgräfin Der Gejagte Die Verfluchten
Teil 5 Teil 6 Teil 7 Teil 8
Rezension Rezension Rezension Rezension
Blutkrieg Das Dämonenschiff Göttersterben Glut und Asche
Teil 8,5 Teil 9 Teil 10 Teil 11
Rezension Rezension Rezension Rezension
Der Schwarze Tod Der Machdi Pestmond Nekropole
Teil 12 Teil 13 Teil 14 Teil 15
Rezension Rezension Rezension Rezenion

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