Wolfgang Hohlbein – Die Verfluchten

Ein Höhepunkt der Serie

Was bisher geschah: -SPOILER BEGINN- Es gelingt den beiden Unsterblichen ihren übermächtigen Gegner zu besiegen, nachdem dieser wieder und wieder mit ihnen seine Spiele getrieben hat. Unklar bleibt allerdings bis zuletzt woher ihr mächtiger Widersacher gekommen ist.
Mit Andrejs und Abu Duns Hilfe gelingt es zudem La Valette Malta gegen die Türken zu verteidigen. Abu Dun jedoch muss nun den Tod seiner Frau und seines Ziehsohnes überwinden, Wunden, die nie mehr richtig heilen werden. -SPOILER ENDE-

Zum Inhalt: In der libyschen Wüste geraten Andrej und Abu Dun in den Hinterhalt von Sklavenhändlern und lassen sich zum Schein gefangen nehmen. Diese Entscheidung bringt sie jedoch in ernste Gefahr als sie plötzlich unbewaffnet mehr als 300 Räubern gegenüberstehen.
In der Festung der Sklavenhändler treffen sie unter den Gefangenen auf die Nubierin Meruhe. Von ihren Mitgefangenen wird sie beinahe wie eine Königin verehrt. Sie demonstriert enorme Heilkräfte und besitzt zudem große Kenntnisse über das Land.
In der Festung werden sie voneinander getrennt und Andrej und Abu Dun befreien die Sklaven. Auf der Flucht vor den Räubern müssen Andrej und Abu Dun erkennen, dass Meruhe noch viel mächtigere Kräfte besitzt, als sie bisher angenommen hatten.
Im weiteren Verlauf der Handlung treffen die zwei Unsterblichen bald auf eine mysteriöse Gruppe in weiß gekleideter Männer. Einer nennt sich Seth, er beraubt Andrej seiner übermenschlichen Kräfte.

Meine Meinung: Der bisher längste Teil der Reihe ist leider viel zu schnell durchgelesen. Die Charaktere gewinnen wieder mehr an Tiefe, es ist actionreich, so sehr wie vielleicht noch nie im Verlauf der „Chronik“ und endlich erfährt man auch einiges aus Abu Duns Vergangenheit. Hinzu kommt der sehr interessante Charakter Meruhe. Sie ist auch dafür verantwortlich, dass Andrejs und Abu Duns Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird. Aber auch ihre gegenseitigen Sticheleien bringen auf der anderen Seite wieder eine ordentliche Portion Humor mit. Sie erfahren auch endlich wieder etwas Neues über ihre Unsterblichkeit und ganz nebenbei ist das Buch auch noch verdammt spannend.
Besonders gefallen hat mir die Einflechtung der ägyptischen Götterwelt. Hohlbein gelingt hier eine äußerst interessante Interpretation. Das Buch glänzt auch durch seine höhere Seitenzahl gegenüber seinen Vorgängern, denn hier gibt es endlich einmal wieder Platz für die Details, die das Lesen so angenehm machen. Ähnlich wie in den ersten zwei Bänden, die man im Prinzip als einen ansehen kann. Mehr Platz für Charaktertiefe und die herrlichen Auseinandersetzungen der Protagonisten.

Fazit: Hier ist wirklich alles geboten: Action, Spannung, Humor, tolle Charaktere und endlich wieder sichtbares Fortkommen in der Handlung. Erstmals nach dem zweiten Teil kann Hohlbein wieder auf der ganzen Linie punkten. Ein echtes Highlight der Serie.

Buchdaten: Die Verfluchten – Wolfgang Hohlbein
Genre: FantasyTaschenbuch
544 Seiten
Ullstein
Erschienen: Juli 2007
ISBN-10: 3548264239
Preis: 8,95€

Übersicht über die Reihe:

Am Abgrund Der Vampyr Der Todesstoß Der Untergang
Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4
Rezension Rezension Rezension Rezension
Die Wiederkehr Die Blutgräfin Der Gejagte Die Verfluchten
Teil 5 Teil 6 Teil 7 Teil 8
Rezension Rezension Rezension Rezension
Blutkrieg Das Dämonenschiff Göttersterben Glut und Asche
Teil 8,5 Teil 9 Teil 10 Teil 11
Rezension Rezension Rezension Rezension
Der Schwarze Tod Der Machdi Pestmond Nekropole
Teil 12 Teil 13 Teil 14 Teil 15
Rezension Rezension Rezension Rezenion
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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Tanja sagt:

    Hallo Stebbenwolf
    Ich hatte mich versehen, denn auf die Rezension zu „Judassohn“ bin ich sehr gespannt. Oh, dann hast du ja noch 5 Hohlbein Bände vor dir! Manchmal gibt es Monate, da hat man so wenig Freizeit, dass man nicht zum Lesen kommt, oder auch nicht sehr viel Lust dazu hat. Mir geht es jedenfalls manchmal so. Ich las Heute übrigens eine kleine Leseprobe zu „GRIMM“ dem Buch, welches Horrorbiene zur Zeit liest. Christoph Marzi hat einen ganz eigenwilligen Stil, was mir schon bei Lycidas aufgefallen und ich weiß nicht warum, aber die Leseprobe hatte mir nicht sehr zugesagt. Ich bin gespannt ob es im Nachhinein einen Appetitanreger gibt. 🙂 Viele liebe Grüße!

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