Terry Goodkind – Am Ende der Welten

Phantom

Zum Inhalt: Kahlan, die immer noch nicht weiß wer sie ist, gerät in noch schlimmere Hände als die der Schwestern der Finsternis. Da ihre Vergangenheit als Druckmittel gegen sie verwendet wird, will sie die nicht mehr erfahren. Dennoch spürt sie eine Verbindung zu Richard Rahl, die sie sich nicht erklären kann.
Richard ist einigen Rätseln auf der Spur und hat seine Armee in ein Phantom verwandelt. Unterwegs zurück zur Burg der Zauberer passiert zwar ein Unglück, dass ihn jedoch einen Schritt weiter auf des Rätsels Lösung bringt. Doch dieser Schritt führt ihn in die Gewalt des Feindes.

Meine Meinung: Auch Am Ende der Welten hat keine abgeschlossene Handlung, Kahlan ist immer noch nicht wieder in der Erinnerung der Menschen aufgetaucht. Die letzten drei Bände der Saga kann man demnach als einen auffassen, da die Handlung in eins durch geht. Leider hat dieser Band kein richtiges Highlight am Ende, doch die entscheidende Schlacht wurde auch hier auf ein weiters Level gebracht.
Dieser Teil hat – endlich – keine nervigen Wiederholungen mehr, stattdessen wird Bezug auf vorangegangene Bände genommen und alte Details im Kontext der aktuellen Entwicklung besprochen! Dadurch ging es in der Handlung sogleich weiter und keine langweiligen Passagen tauchten auf. Im Gegenteil: Die verschiedenen Handlungsstränge sind durchweg spannend und man rätselt zusammen mit Nicci, Cara und Zedd und bangt jeweils zusammen mit Richard und Kahlan. Letztere ist sich zwar nicht bewusst, was sie damals als Menschen ausgemacht hat, dennoch verspürt sie eine ungeheuere Zuneigung zu Richard, setzt sich für die Unschuldigen ein und ist eine Kämpfernatur.
Die Handlung spitzt sich gegen Ende unheimlich zu, da die Bedrohung durch Kaiser Jagang an allen Fronten greifbar wird. Seine Armee belagert nun den Palast des Volkes, doch aus einem ganz anderen Grund, den er ursprünglich beabsichtigte. Nur wo ist bloß die D’Haranische Armee? Tja, diese ist nun ein Phantom. Eine grandiose Idee Richards. Diese beinahe hinterhältige List hat mir besonders gut gefallen, vor allem die Sache mit den Ohren.
Eben die ist eines der Details, welches aus den anderen Bänden wieder aufgegriffen wird. So etwas mag ich besonders. Doch gerade die Parallelen zum ersten Band sind grandios: Die Kästchen der Ordnung sind wieder im Spiel. Und wer schmuggelt wohl eines hinaus?
Den einzigen Kritikpunkt den ich bei diesem Band anmerken muss – neben dem fehlenden Ende, das aber nicht weiter ins Gewicht fällt – ist der meiner Meinung nach schlecht gewählte Titel. Sicher auch „am Ende der Welt“ oder „das Ende der Welt“ kommt schon das eine oder andere Mal im Text vor, doch nie im Plural. Phantom – so der original Titel – wäre besser gewesen. Es geht nicht nur um das bekannte Phantom Kahlan, nein, auch die Armee hat sich, wie bereits erwähnt, in ein Phantom verwandelt. Des Weitern taucht der Begriff in noch anderen Beziehungen auf. Doch dies kann man Goodkind schlecht anlasten.

Fazit: Dieser Band ist die logische Schlussfolgerung nach dem Vorgänger und schließt immer noch nicht ab. Es geht mit rasanten, schnellen Schritten dem Finale in Konfessor entgegen und enthält keine Längen und Wiederholungen und ist daher ein grandioser, spannender „Lückenfüller“.

Buchdaten:  Am Ende der Welten – Terry Goodkind
Genre: Fantasy
640 Seiten
Blanvalet
Erschienen: 12. Oktober 2009
ISBN-10: 3442373891
Originaltitel: Chainfire-Trilogy Book 2 – Phantom

Preis: 10,00€

Am Ende der Welten ist der zehnte Band einer Fantasysaga mit dem Namen Das Schwert der Wahrheit. Bislang sind elf Teile erschienen:

Das Zehnte Gesetz der Magie:

„Mutwillig von der Wahrheit abzuweichen, das ist Verrat an sich selbst.“ S. 146

Ausführliche Inhaltszusammenfassung: Achtung Spoiler!

Die letzte Schlacht steht unmittelbar bevor? Kahlan und Richard sind jeweils in die Fänge vor Kaiser Jagang graten.

Die Schwestern der Finsternis erreichen Caska und finden Jillian, die ihnen verspricht sie zu Tovi zu bringen. Das erweist sich jedoch als Falle: Im Ort bei den Gebeinen wartet Jagang und nimmt alle gefangen. Er war stets in der Lage die Gedanken der Schwester mitzuerleben, die vermeintlichen Bande zu Richard, hat er alles gespielt. Da die Schwestern einen Plan verfolgten, der ihm in die Hände spielte, hat er sie gewähren lassen. Nun hat er zwei Kästchen der Ordnung, die Mutter Konfessor und zwei Abschriften des Buches der Schatten. Diese zu verifizieren ist Kahlan nicht gelungen, da sie nicht über ihre Kräfte verfügt. Jedoch stellt sie fest, dass der Titel falsch ist: Er ist im Singular! Im Lager der Armee bekommt sie eine Leibwache von Soldaten, die sie sehen können und Jagang hält sie als seinen Schoßhund, den er schlagen kann und der ihn überallhin begleiten muss. Er vergewaltigt sie nicht. Das will er sich aufheben, wenn sie ihre Erinnerung wiedererlangt hat, damit sie das ganze Ausmaß ihres Elends auch erkennen kann.

Richard hat festgestellt, dass es Abschriften des Buches der gezählten Schatten gibt und muss seinem Großvater davon berichten. Doch zuerst bekommt seine Armee eine neue Order: Da sie gegen die Horden Jagangs nur verlieren können, sollen seine Soldaten in die Alte Welt gehen und dort die Nachschubkolonnen zerstören, Felder niederbrennen und den Orden mit seinem Glauben vom Boden der Welt wischen. Ohne Nachschub aus der Heimat ist die Armee in der öden Ebene vor dem Palast des Volkes verloren. Er schickt jedoch die Schwestern unter der Führung Vernas in den Palast. Als er mit Cara und Nicci durch die Sliph endlich zu Zedd gelangen will, wird er nicht nur von der Bestie angegriffen, nein, auch eine weitere Hexe mit Namen Sechs hat das Spielfeld betreten. Aus der Ferne hat sie ihm die Gabe gestohlen und die Sliph hat ihn in einem Notausgang ausgespuckt. Dies war jedoch ein Glücksfall, denn so konnte er das Rätsel des Kriegszauberers lösen und das für ihn vorgesehene Buch bei den Irrlichtern abholen. Dies gerade geschafft, gelangt er in die Gefangenschaft der Hexe, die ihn in den Palast von Tamarang bringt. In der Zelle, in der ihn Denna folterte, bunkert er das Buch. Auf dem Weg zur Quälerei gelangt er jedoch in die Hände der Soldaten der Imperialen Ordnung, die ihn als Sturmspitze für Ja’La haben wollen. So gelangt er letztendlich in das Lager Kaiser Jagangs und sieht aus der Ferne seine Kahlan wieder.

In der Burg der Zauberer ist Zedd selbst mit Hilfe von Nicci darauf gestoßen, dass es Kopien des Buches der Schatten gibt und Nicci setzt alles daran, die Magie der Ordnung zu verstehen. Am Ende ist sie die einzige, die versteht, dass das Einzige, was Richard zum Sieg verhelfen kann, die Magie der Ordnung ist. Sie bringt die Kästchen der Ordnung daher für ihn ins Spiel…

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