Wolfgang Hohlbein – Das Dämonenschiff

Herausragender Roman in alter Stärke

Das DämonenschiffWas bisher geschah: -SPOILER BEGINN- Gestrandet im hohen Norden durchleben Andrej und Abu Dun einige kleinere Abenteuer. Nachdem die Kälte sie beinahe in die Knie gezwungen hatte und Abu Dun an Fieber litt und fast gestorben wäre, segeln die zwei Unsterblichen an Bord der Fenrir auf der nordischen See. Bald finden sie heraus, dass die Mannschafft ausnahmslos aus Werwölfen besteht. Sie beschließen diese auszulöschen und stürzen sich mit gezogenen Schwertern auf die Bestien. -SPOILER ENDE-

Die Handlung geht genau da weiter, wo sie in Blutkrieg aufgehört hat.

Zum Inhalt: Andrej und Abu Dun sind noch immer hoch im Norden Europas. Sie stranden mit der Fenrir auf einer Insel und werden Zeugen eines verheerenden Brandes, der ein ganzes Dorf zerstört. Auf der Suche nach Überlebenden werden sie von Nordmännern gefangen genommen. Sie können sich mit ihnen arrangieren und begleiten sie in ihr Lager. Kurz nach ihrem Eintreffen werden sie von grausamen Kreaturen angegriffen. Diese sogenannten Dauger wirken wie Menschen, aber es scheint nahezu unmöglich sie zu töten und Andrej kann nur knapp einem vorzeitigen Ende entgehen.
Andrej und Abu Dun begleiten die Nordmänner in ihr Dorf. Diese machen für diese Überfälle den Rabengott Odin verantwortlich und schon bald sehen sich ihm die beiden Vampyre leibhaftig gegenüber. Der angebliche Gott ist nicht sonderlich erbaut über ihre Einmischung in seine Angelegenheiten und rät ihnen sich aus allem rauszuhalten. Thure, einer der Nordmänner, bittet Andrej um Hilfe mit ihm und seinen Männern den Gott aufzusuchen und zu vernichten. Bald müssen sie erkennen, dass Odin noch schrecklichere Kreaturen als die Dauger beherrscht.

Meine Meinung: Sicherlich geschieht hier nichts grundlegend Neues, aber die wirklich sehr gelungene Einbindung der nordischen Mythologie macht diesen Roman zu etwas Besonderem. Der Autor hält sich nicht immer exakt an die Fakten, aber das macht reinweg gar nichts. Man entdeckt so vieles wieder, wenn man sich für Mythologie interessiert und es macht einfach Spaß zu lesen, wie diese Elemente in die Geschichte eingebettet werden.
Andrej und Abu Dun sehen sich diesmal einem ganz außergewöhnlichen Feind gegenüber. Es gibt ordentlich Action und Spannung. Andrej ist selten so gut gewesen wie hier. Man hat wirklich einmal das Gefühl, es mit einem Vampyr zu tun zu haben, einem wahrlich gefährlichen Wesen. Sonst wirkt Andrej oftmals zu unbeholfen und praktisch hilflos. Hier kann man endlich wieder seine dunkle Seite erleben. Die Kämpfe sind wirklich klasse geschildert und erreichen ein Niveau, das Hohlbein in kaum einem anderen Band der Serie erreicht.
Hinzu kommt abermals eine Frau, in die Andrej sich verliebt. Aber es erscheint tatsächlich nicht so störend wie so manch anderes Mal. Andrejs Auserwählte Urd, die Tochter des Königs der Nordmänner, passt einfach gut in die Handlung.
Die düstere Atmosphäre beherrscht das ganze Buch und das Finale ist eines der besten der „Chronik“. Hohlbein sorgt eigentlich immer für ein überraschendes Ende, aber dieses ist eines meiner liebsten, wenn auch recht gemein. Habe mir selten so sehr gewünscht die Fortsetzung zu lesen.

Fazit: Es passt einfach alles zusammen. Die düstere Atmosphäre, die Spannung, die Szenerie im hohen Norden und besonders die einfallsreiche Einbindung von Elementen der nordischen Mythologie. Ein herausragender Teil der Serie. Mindestens genauso gut wie der Anfang. Habe selten ein Buch in so kurzer Zeit verschlungen.

Buchdaten: Das Dämonenschiff – Wolfgang Hohlbein
Genre: Fantasy
Taschenbuch
565 Seiten
Ullstein
Erschienen: März 2010
ISBN-10: 3548280331
Preis: 9,95€

Übersicht über die Reihe:

Am Abgrund Der Vampyr Der Todesstoß Der Untergang
Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4
Rezension Rezension Rezension Rezension
Die Wiederkehr Die Blutgräfin Der Gejagte Die Verfluchten
Teil 5 Teil 6 Teil 7 Teil 8
Rezension Rezension Rezension Rezension
Blutkrieg Das Dämonenschiff Göttersterben Glut und Asche
Teil 8,5 Teil 9 Teil 10 Teil 11
Rezension Rezension Rezension Rezension
Der Schwarze Tod Der Machdi Pestmond Nekropole
Teil 12 Teil 13 Teil 14 Teil 15
Rezension Rezension Rezension Rezenion
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