Terry Goodkind – Konfessor

Würdiger Abschluss dieser umfangreichen Saga

Zum Inhalt: Dunkelheit senkt sich über die Midlands herab, und das Böse droht die letzten freien Menschen zu überwältigen. Der einzige Mann, der das Unheil noch aufhalten kann, ist Richard Rahl, der Herrscher D’Haras. Sein Reich ist die letzte Bastion gegen das Böse aus der alten Welt. Doch Richard gelangt zu einer entsetzlichen Erkenntnis: Er muss zulassen, was geschehen wird! Allein – getrennt von seiner geliebten Kahlan und seinen Freunden und ohne die Stütze des Schwertes der Wahrheit – nimmt er die Bürde dieser Entscheidung auf sich. Denn er hat erkannt, was niemand sonst akzeptieren will. Was mit dem Ersten Gesetz der Magie begonnen hat, wird mit dem letzten aller Gesetze enden – jenem ungeschriebenen Gesetz, das seit dem Anbeginn der Zeiten nicht mehr ausgesprochen wurde. Und wenn die Sonne zum nächsten Mal aufgeht, wird die Welt für immer verändert sein… (Klappentext)

Meine Meinung: Der Kreis schließt sich: Es ist der erste Tag des Winters und wie damals vor vier Jahren muss nun innerhalb eines Jahres das richtige Kästchen der Ordnung geöffnet werden. Diesmal nur von Richard, denn die Kästchen wurden in seinem Namen ins Spiel gebracht.
Das Finale ist ein würdiger Abschluss der Serie, denn „der Goodkind“ kommt hier wieder sehr stark durch: Lange Dialoge, ausführliche Wiederholungen, Richards dargebotene Moralvorstellungen und Pathos. Gerade die langatmigen Dialoge haben mich zwischendurch doch gestört: Im einen Handlungsstrang sind Kahlan und Richard bei Jagangs Armee und dann unterhalten sich Nicci und Ann stunden rund über die Liebe zwischen Richard und Nicci, die es – wie Nicci selbst betont – nie geben wird.
Dafür gibt es auch wirklich spannende Szenen: Als Richards Finale Ja’La Partie lief und die darauffolgende Schlacht, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, obwohl Mitternacht schon lange durch war. Auch hat das Finale – neben dem erwarteten Pathos – doch viel Hinterlist und Gefühl geboten – ich musste mir doch ein paar Mal die Tränchen wegdrücken.
Schön fand ich auch die Verstrickungen mit dem sterilen Feld um Kahlans Erinnerungen. Sie durfte von ihrer Liebe zu Richard nichts erfahren, da sonst dieses Feld verunreinigt würde und dies ihre Erinnerung selbst beim korrekten Einsatz der Magie der Ordnung nicht wiederherstellen könnte. Überhaupt hat Kahlan in diesem Buch das Gefühl, dass sich alles um sie dreht und sie nicht versteht wieso. Daher stellt sie Fragen, die dieses Feld zusätzlich verunreinigen könnten. Wahrscheinlich war auch dieses Gefühl des Im-Mittelpunkt-Stehens ausschlaggebend für die Titelgebung, anders kann ich mir den Titel jedenfalls nicht erklären. Ganz zu Anfang der Serie, dachte ich er würde damit zusammenhängen, dass Kahlan tatsächlich einen männlichen Konfessor gebiert und sie mit dieser Tatsache klarkommen müsse – aber weit gefehlt.
Neben dem finalen Kampf bietet das Buch auch noch einen Abschluss auf einem anderen Level: Neben den angesprochenen Wiederholungen tauchen diesmal auch noch bekannte und liebgewonnene Charaktere an völlig unerwarteten Stellen auf und ermöglichen so auch für den Leser einen schönen Abschluss zu finden.

Fazit: Trotz – oder vielleicht auch gerade wegen – der typischen Goodkindschen „Fehler“ ist dieses Buch ein würdiger Abschluss dieser umfangreichen Saga. All Handlungsfäden werden endlich abgeschlossen.

Buchdaten:  Konfessor – Terry Goodkind
Genre: Fantasy
672 Seiten
Blanvalet
Erschienen: 15. Dezember 2009
ISBN-10: 3442373905
Originaltitel: Chainfire Trilogy Book 3 – Confessor
Preis: 10,00€

Das ungeschriebene Gesetz der Magie:

„Zauberer Baraccus hat dir ein Gesetz der Magie hinterlassen.“
„Und welches?“
„Das Gesetz aller Gesetze. Das ungeschriebene Gesetz, jenes Gesetz, das seit Anbeginn der Zeit unausgesprochen ist.“
Richard fuhr sich mit dem Fingerkamm durchs Haar. „Für Rätsel haben wir keine Zeit. Was wollte er mir mitteilen? Was besagt dieses Gesetz?“
Zedd zuckte die Achseln. „Das weiß ich nicht. Es wurde nie ausgesprochen, niemals niedergeschrieben.“ Seite 604

Und so enden das Schwert der Wahrheit und meine Rezensionen darüber. Doch der nächste Goodkind steht schon in den Startlöchern, der auch mit dem Schwert der Wahrheit verknüpft zu sein scheint. Und so möchte ich mit den letzten Worten des letzen Buches abschließen – ich kann es mir leider nicht verkneifen:

„Euer Leben gehört euch allein. Steht auf und genießt es!“

Ausführliche Inhaltszusammenfassung: Achtung Spoiler!

Das Buch startet dort, vor der Vorgänger aufhört. Richard ist nun ein Ja’La Spieler der Imperialen Ordnung und stellt fest, dass dies auch bedeutet, dass Jagang ihn zu sehen bekommt. Also denkt er sich eine Kriegsbemalung aus. Da ihm klar ist, dass die anderen ihre Mannschaft deswegen auslachen würden, schwört er seine Truppe darauf ein, diesen Zorn gegen die gegnerische Mannschaft zu lenken und diese so vernichtend zu schlagen. Die anderen hätten auf diese Weise gleich mehr Angst vor „der roten Mannschaf“. Der Plan geht auf: Mit Teamgeist und speziellen Spielzügen gelingt es Richard dabei nicht nur jeden Gegner zu schlagen, nein auch Kahlans Herz erobert er durch seine Art erneut. Richards Ziel: Im Finale gegen Jagangs Mannschaft zu gewinnen. Dann, so wurde ihm versprochen, darf er sich eine Frau aussuchen.
Zedd, Nicci, Cara und Co. wollen sich aufteilen: Nicci und Cara wollen in der Sliph zunächst in den Palast des Volkes und Nathan über den neuesten Stand unterrichten. Zedd macht sich auf nach Tamarang um Richard seine Magie wieder zu geben. Nicci und Cara wollen anschließend folgen, doch es gelingt Jagang beim Bau einer Rampe einen unterirdischen Zugang zum Palast freizulegen. Einige seiner Schwestern dringen in den Palast ein, töten Ann und entführen Nicci.
Richard schafft es gegen Jagangs Mannschaft zu spielen und hätte auch – wenn es nach fair zugegangen wäre – gewonnen, doch Jagang hat ganz offen den Spielausgang geändert. Viele der Soldaten waren nun aber Anhänger der roten Mannschaft und so gelingt es Richard einen Krieg der Soldaten untereinander anzuzetteln, in dessen Verlauf er Kahlan, Nicci und sogar Jillian aus Jagangs Klauen befreien kann. Kahlan wurde auf der Flucht von ihm getrennt, doch Samuel nimmt sich ihrer an und flieht mit ihr. Richard trifft auf Adie und Meiffert, die mit ihm zusammen durch die Katakomben in den Palast fliehen können. Die Katakomben sind nun aber voller Soldaten und die Palastwache und Nathan haben alle Hände voll zu tun. Niccis Flucht wird jedoch bemerkt und Jagang versucht sie durch den Rada’Han zu töten. Niemand gelingt es den Ring zu entfernen. Da taucht auf einmal Richards Gabe wieder auf und er rettet Nicci.
Rachel wird von unsichtbaren Kobolden gejagt und flieht gezielt nach Tamarang. Violet hat dies so arrangiert. Rachel entdeckt spontan ihre Gabe zur Zeichnerei und hetzt die Kobolde auf Violet und gibt Richard seine Gabe zurück. Hilfe hat sie dabei von ihrer Mutter – Shota hat eine Vorliebe, die Gestalten von Müttern anzunehmen.
Um nun die Macht der Ordnung entfesseln zu können, muss Richard einmal in die Unterwelt hinabgestiegen sein. Dies ist vorgesehen, als Gegenmittel für die Feuerkette, da er die gelöschte Erinnerung so zurückholen kann. Doch die Bestie erscheint und er glaubt sich schon verloren – ihm gelingt es jedoch die Bestie endgültig zu zerstören. Plötzlich taucht er bei den Schlammmenschen wieder auf, die die Anweisung bekommen haben, für ihn eine Versammlung abzuhalten. Rachel hatte diese Botschaft im Namen Shotas überbracht. Richard macht sich auf nach Tamarang um das Buch, das er dort deponiert hatte zu holen – er braucht es dringend. Unterwegs begegnet er Kahlan. Sie hat gerade ihre Konfessorenkräfte wiederentdeckt und Samuel getötet. Sie übergibt ihm das Schwert der Wahrheit. In Tamarang treffen sie auf den inhaftierten Zedd und holen das Buch. Shota taucht gerade rechtzeitig dort auf um die Hexe Sechs zu töten – sie hatte die Gestalt ihrer Mutter angenommen und sie so überwältigt. Mit Hilfe von Gregory, dem Sohn Scarlets, fliegen sie zurück zum Palast des Volkes.
Hier kommt es nun zum Finale: Richard hat alles verstanden und tüftelt einen Trick aus. Er kapituliert und Jangang trifft mit Schwestern, Kästchen und Buch der Schatten im Garten des Volkes ein. Die Schwestern initiieren den Vorgang während Jagang ganz heiß auf Nicci in ihre Zelle stürmt. Sie hat dort schon auf ihn mit einem Rada’Han gewartet. Unter ihrer Kontrolle muss er sich den Rest mit ansehen. Die Schwestern öffnen das vermeintlich richtige Kästchen so wie damals Darken Rahl und werden in einem Mahlstrom in die Unterwelt gezogen. Richard erklärt dies so: Die Schwestern tragen Hass in sich und können daher der Macht der Ordnung nicht gebieten, so steht es im Buch des Lebens. Als diese verschwunden waren, tötet Nicci Jagang und Richard öffnet mit dem Schwert der Wahrheit, welches der richtige Schlüssel war, das korrekte Kästchen. Als Gebieter der Ordnung spaltet er die Welt auf in zwei Teile und schickt alle Menschen mit Hass im Herzen in die neue Welt. Jennsen, die Jagang mitgebracht hat, wünscht sich auch in diese Welt mit allen Säulen der Schöpfung, denn in der neuen Welt soll es keine Magie geben und sie ist eine Gefahr für die Magie. So geschieht es. Alle verbliebenen Soldaten der Imperialen Ordnung glauben nicht vollkommen an die Lehren und können nun ein freies Leben leben, so wie sie es eigentlich wünschten. Die Magie ist gerettet, da die Feuerkette und die Verunreinigung der Chimären mit in die neue Welt verschoben wurden. Alles ist wieder gut. Nur was ist mit Kahlan? Samuel hatte ihr verraten, dass sie mit Richard verheiratet war und somit das sterile Feld verunreinigt, so dass sie ihre Erinnerung nicht wieder bekommen  konnte… doch, da sie sich von selbst wieder in ihn verliebt hatte ohne ihre Erinnerung, war dies kein Problem und kein steriles Feld war von Nöten, so dass sie endlich wieder vereint waren. Zum schönen Abschluss heiraten Cara und General Meiffert. Die Burg der Zauberer ist wieder mit Leben gefüllt, denn dort haben die Schwestern des Lichts Einzug gehalten.

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