Loe Hazelaar – Herr Fredo und Flo

Schön illustriertes Kinderbuch über Eifersucht

Zum Inhalt: Herr Fredo liebt sein Frauchen Eva mehr als alles andere auf der Welt. Und Eva liebt ihren Fredo. Bis plötzlich der Welpe Flo auftaucht und seinen Platz in Evas Herz beansprucht. Hm … Fredo überlegt. Er ist alt und Flo ist jung. Alte Sachen kommen irgendwann auf den Müll, so hat Eva es auch mit dem Fernseher gemacht. Kommt Fredo jetzt auf den Müll? Das darf nicht passieren! Also muss er Flo loswerden. Aber wie? (Quelle)

Meine Meinung: Kinder sehen die Welt oft mit anderen Augen und in diesem Buch ist es ein Hund, der denkt und handelt wie ein Kind. Auf diese Weise können Kinder die Botschaft, die hinter diesem Buch steckt viel einfacher verstehen, als wenn von einem Kind berichtet würde, da sie einen solchen Wink mit dem Zaunpfahl schnell durchschauen. Herr Fredo hat ganz genau beobachtet, wie sein Frauchen mit alten Sachen umgeht: Sie wirft sie weg. Nun ist er selber alt, doch dies merkt er erst, als der Welpe Flo bei ihm einzieht. Da liegt es nahe, dass er zu dem Schluss kommt, dass er es ist, der nun bald auf dem Müll landen wird. Er hat Angst, dass Flo ihm seinen etablierten Platz streitig machen wird und tut nun einiges um sie loszuwerden. Dabei verhält sich Flo so charmat-naiv, dass es am Ende kommt, wie es kommen musste: Als Flo gestohlen wird, fühlt sich Herr Fredo verantwortlich und zum Schluss sind alle Freunde.
Die Motive, die in diesem Buch verwendet werden – Angst vor dem Zurückgewiesen werden und Eifersucht – sind bedeutende Erfahrungen, die jedes Kind durchmacht. Schön ist es dann, wenn man dann ein Buch zur Hand hat, das man Vorlesen ud zum Gesprächsanlass nehmen kann. Die Geschichte von Fredo und Flo wird schön einfach und verständlich erzählt, wobei die wörtliche Rede dominiert. Daher eignet sich das Buch hervorragend zum Vorlesen bereits ab dem sechsten Lebensjahr.
Besonders haben mir bei diesem Buch die Illustrationen gefallen. Sie sind, wie man anhand des Covers erkennen kann, zwar sehr schlicht gehalten, doch dafür umso ausdrucksstärker. Dies liegt vor allem an den Bildern in Linoschnitt-Optik, die im großen und ganzen schwarz-weiß gehalten sind. Lediglich gelbe Akzente oder Hintergründe wurden  eingesetzt. So unterstützt das Bild den jeweiligen Textabschnitt grandios. Doch auch manche Textpassagen passen sich dem Inahlt an und sind stilecht mit gelb hervorgehoben worden. Wenn Fredo hoch springt, dann ist das „hoch“ auch hochgestellt. Herrscht Trubel, purzeln die Buchstaben in dem Satz umher. Dieses Zusammenspiel von Illustrationen und Text hat mir sehr gut gefallen.

Fazit: Sicherlich ist die Idee, die hinter diesem Buch steckt nicht neu und schon vielfach erzählt worden, dennoch ist dieses Buch wirklich gut gelungen. Das Thema Eifersucht und Angst davor, dass jemand seinen Platz streitig macht sind wichtige Punkte in der klindlichen Entwicklung, so dass es sich immer lohnt sie in anderer Form zu erzählen. Doch diese Umsetzung ist sehr gelungen, besonders durch das Zusammenspiel aus Text und Illustrationen und macht auch dieses Buch der Reihe „Ich les mir meine Welt“ zu einem Highlight, dass in jedes Kinderbuchregal gehört.

Buchdaten: Herr Fredo und Flo – Loes Hazelaar
Genre: Kinderbuch
Empfehlung: Ab 6 Jahren
Gebunden mit Schutzumschlag
96 Seiten
esslinger Verlag
Erschienen: 24. Juli  2012
ISBN 978-3-480-22981-9
Preis: 12,95€

 

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