Robert L. Wolke – Was Einstein seinem Koch erzählte

Über die Geheimnisse in der Küche

Dies ist nicht das Cover!
Dies ist nicht das Cover!

Zum Inhalt: Verdunstet der Alkohol wirklich beim Kochen? Sind geräucherte Lebensmittel roh oder gegart? Warum gehört Salz ins Nudelwasser? Fragen über Fragen. Menschen, die kochen, könnten einen Naturwissenschaftler vom Kaliber Einsteins gut gebrauchen. Der Chemiker Robert Wolke übernimmt die Rolle des Küchenwissenschaftlers und beantwortet informativ und unterhaltsam viele Fragen rund ums Kochen und Garen. Mit den eingestreuten ungewöhnlichen Rezepten von Marlene Parrish bietet er zudem eine Art Laborpraktikum, dessen Ergebnisse man essen kann. (Ehemalige Verlagsbeschreibung)

Meine Meinung: In diesem Buch beantwortet Robert L. Wolke 100 ausgewählte Fragen, der Leser seiner Food-Kolume der Washington Post, ohne auf wissenschaftliche Grundlagen zu verzichten und es dem Leser doch einleuchtend zu erklären. Das Buch ist in neun Kapitel unterteilt, bei denen sich in einem jeweils die Fragen zu einem zentralen Thema aus der Küche gewidmet wird. In dieser Reihenfolge werden folgende Schwerpunkte gesetzt: Zucker, Salz, Fett, Chemische Verbindung, Turf ans Surf (Weide und Meer), Feuer und Eis, flüssige Erfrischungen, Mikrowellen, Gerätschaften und Technologie in der Kochkunst. Dabei werden wirklich wichtige und interessante Fragen beantwortet, die ich mir selbst auch schon einmal gestellt habe und nun weiß, wo ich nachschlagen kann, wenn sie wieder einmal auftauchen. Das Buch ist zwar sehr gut und unterhaltsam geschrieben, doch – und da mache ich mir nichts vor – alles kann sich das Hirn auch nicht merken, vor allem, wenn es nicht ständig gebraucht wird. Ich jedenfalls bete nicht die Erklärung von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren herunter, wenn ich koche. 😉 Dennoch war gerade dieses Kapitel aufschlussreich und man merkt, dass im Alltagsgebrauch so mancher Schmu im Umlauf ist. Wie gut, dass ich dieses Buch habe. Denn es ist auf jeden Fall sehr übersichtlich gegliedert, so dass man bei Bedarf die Antworten der einzelnen Fragen jederzeit wiederfinden kann. Ein Glossar und ein Sachregister steuern ihr Übriges zur Übersichtlichkeit bei. Ergänzt werden die Erklärungen, die zeitweise doch recht wissenschaftlich sind – doch ohne Wissenschaft kann man manche Fragen einfach nicht beantworten – durch zahlreiche thematisch passende Rezepte. Diese klingen zwar interessant, haben mich aber nicht zum nachahmen animieren können, mitunter auch weil das Layout so gar nicht anregend und ansprechend ist. Wo soll man auch hin mit einem Taschenbuch in der Küche? Eine Übersicht über die Rezepte gibt es jedenfalls auch.
Nicht so gut gefallen hat mir, dass an manchen doch sehr deutlich wurde, dass der Autor Amerikaner ist und auch die Fragesteller dieser Nation angehören, denn manche Anspielungen auf amerikanische Zutaten oder örtliche Gegebenheiten kann man nicht adäquat übersetzen, dennoch wurde dies vom Übersetzer in einer Fußbote versucht.

Fazit: Ich habe das Buch vorwiegend vor dem Schlafengehen gelesen, da es sich bei den kurzen Abständen prima angeboten hat, denn viele Abschnitte kann man nicht hintereinander lesen, sonst wird man vor lauter Fakten erschlagen. Doch auch zum gezielten Nachschlagen bei mancher Frage aus der Küche, ist das Buch prima geeignet!
Das Buch ist zwar noch über die Piper-Seite zu bestellen, doch auf allen Online-Plattformen ist es vergriffen. Das bedeutet, man kommt derzeit für Schnäppchenpreise an dieses tolle Buch heran. Falls es euch irgendwo billig über den Weg läuft: Zögert nicht. Es lohnt sich auf jeden Fall das Buch zu lesen – und man kann sogar noch etwas dabei lernen!

Bewertung_08_hBuchdaten: Was Einstein seinem Koch erzählte – Robert L. Wolke
Genre: Sachbuch
Taschenbuch
400 Seiten
Piper
Erschienen: September 2004

ISBN: 9783492241908
Preis: 10,00€

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. spacefisch sagt:

    Darf ich fragen, wann und wo du das gekauft hast? Im Internet und im Buchhandel find ich´s nimmer…

    1. horrorbiene sagt:

      Auf einem Büchergrabbeltisch mit Mangelexemplaren. Schon einmal bei Medimops versucht?

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