Bücher-Schnack: Licia Troisi – Die Drachenkämpferin

Bücherschnack2

An Grabbeltischen mit einer üppigen Auswahl an Mangelexemplaren, kann ich nur schwer vorbei gehen. Wenn dann auch noch mehrere Fantasy-Bücher dabei sind, vergeht durchaus schon einmal eine halbe Stunde, wenn nicht noch mehr, bis ich alles gesichtet habe. Zumeist wächst beim Weitergehen dann auch der Bücherstapel in meinem Arm und man traut sich nicht ihn abzulegen und ungestört weiterzustöbern. Könnte ja sein, dass ein anderer Schnäppchenjäger unbemerkt meinen soeben gefunden Schatz wieder entwendet.
So hätte ich mich selbst manches Mal gern beobachtet, wie ich mit einer Hand an die zehn oder noch mehr Bücher balanciere, während ich mit der anderen Bücher umschichte, Klappentexte lese und wieder versuche alles ordentlich hinzulegen.
Die Drachenkämpferin 1Nun, auf ähnliche Weise fand ich nun auch vor gut zwei Jahren Die Drachenkämpferin – Im Land des Windes auf so einem Grabbeltisch. Fantasy, Klappentext klingt gut, kann ich für 2,95€ unmöglich liegen lassen. Meistens jedoch lese ich diese Bücher gar nicht. Der SUB ist eh schon groß genug und als Bücherliebhaber bekommt man ja auch ständig welche geschenkt. Aber dennoch, Liegenlassen war keine Option.
Zum Glück habe ich mich in diesem Jahr einer Challenge gestellt, bei der mir jemand anderes Bücher aus meinem SUB aussucht, die ich lesen soll. Die Wahl fiel auf Die Drachenkämpferin. Ich selbst hätte es womöglich noch lange nicht gelesen, wer weiß wann und ob überhaupt.
Nun entpuppte sichaber gerade dieses Buch als echter Schatz. Nicht der Überflieger schlechthin, aber eben doch ein wirklich tolles Fantasy-Buch mit ein paar obligatorischen Klischees, schön gezeichneten Charakteren und einer soliden Geschichte. Es hat, kurz gesagt, einfach Spaß gemacht es zu lesen, sowie auch die Fortsetzungen.
Die Halbelfe Nihal wird mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben. Licia Troisi hat da etwas ganz Wunderbares geschaffen.
Und so ein Buch finde ich auf einem großen Grabbeltisch. Ich glaube zum Originalpreis hätte ich es mir nicht gekauft, zusehr war ich geblendet. Dachte ich doch anfnänglich es wäre eher ein Buch für junge Frauen, mit einem weiblichen Hauptcharakter und natürlich einer Liebesgeschichte. Nun, der Hauptcharakter hat mir einfach gut gefallen, da er sich weiterentwickelt – und eine sehr interessante Geschichte hat und das ganze Liebe-Romantik-Zeugs, war in einem sehr erträglichen und eigentlich auch angemessenen Rahmen. Also definitiv nicht nur etwas für Frauen und auch sollte man sich nicht von Floskeln wie „Für Eragon Fans“ beeinflussen lassen. Im Original heißt das Buch wörtlich übersetzt Die Chronik der Aufgetauchten Welt. hat also nicht viel mit Drachen zu tun und so spielen diese auch nur Nebenrollen. Der deutsche Titel weckt damit leider falsche Erwartungen.
Ich bin froh, diese ganzen Hindernisse genommen zu haben, sonst wäre mir eine sehr schöne Geschichte entgangen.

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