Stephen King – Shining

Ein Klassiker der Horrorliteratur

King_Shining.inddZum Inhalt: Ein Hotel in den Bergen von Colorado. Jack Torrance, ein verkrachter Intellektueller mit Psycho-Problemen, bekommt den Job als Haumeister, um den er sich beworben hat. Zusammen mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny reist er in den letzten Tagen des Herbstes an. Das Hotel „Overlook“ ist ein verrufener Ort. Wer sich ihm ausliefert, verfällt ihm, wird zum ausführenden Organ aller bösen Träume und Wünsche, die sich in ihm manifestieren. (Quelle)

Meine Meinung:  Shining ist – neben anderen Büchern von King – eines DER Horrorklassiker schlechthin für mich. Doch wie das Leben manchmal so spielt, habe ich den Film gesehen und mir das Buch gekauft, um die Sammlung zu vervollständigen, es selbst jedoch noch nie gelesen. Nun, da mit Dr. Sleep die Fortsetzung veröffentlicht wird, habe ich mir das Buch einmal vorgenommen und wurde nicht enttäuscht.
Danny ist gerade einmal fünf Jahre alt und ein ganz besonderer Junge, denn er ist hellsichtig. Er kann durch willentlich herbeigefürte Trancen sowohl in die Gegenwart als auch in die Vergangenheit blicken und die Gedanken seiner Mitmenschen lesen. Kurz: Danny hat das Shining – auch wenn dieses Wort im Buch komischerweise nicht auftaucht. Dannys Vater hat einen Job als Winter-Hausmeister in einem Hotel angenommen, das nicht den besten Ruf genießt. Da es sich in den Rocky Montains befindet ist der Familie klar, dass sie über kurz oder lang dort eingeschneit sein wird. Die Geschichte des Hotels liest sich auch alles andere als vertrauenserweckend: Viele Besitzerwechsel, Leerstände und Todesfälle haben dem Hotel einen gewissen Ruf verschafft. Dies allein ist bereits gruselig genug, doch mit Danny als hellsichtigem Jungen und seinem Vater, der psychisch nicht ganz auf der Höhe ist, sind Probleme vorprogrammiert. Der Koch des Hotels warnt Danny daher vor Erscheinungen im Hotel, vor denen er jedoch keine Angst zu haben bräuchte. Er konnte jedoch nicht ahnen, wie stark Dannys Shining wirklich ist und wie das Hotel darauf reagiert…
Shining ist wie viele King Bücher sehr atmosphärisch und ausführlich geschrieben. Allein schon in der Vorgeschichte wird bereits so viel durch die Hintergründe und das Kennenlernen der Figuren aufgebaut, dass von Beginn an klar ist, dass hier etwas sehr Böses und Schlimmes passieren wird. Das hat mir wieder einmal sehr gut gefallen. Allerdings kam mir bei all der Ausführlich keiner der Punkt, an denen die Geschichte ins Böse kippte zu plötzlich. Klar, war dies alles abzusehen, dennoch kam mir die Verwandlung zu schnell. Schön dagegen war, dass durch die Figur des Kochs am Ende ein schöner Wettlauf gegen die Zeit eingebaut – und so die Spannung auf die Spitze getrieben wurde. Dennoch war mir dieses Buch trotz aller Ausführlichkeit und Spannung nicht nervenaufreibend und gruselig genug. Vielleicht lag dies aber auch daran, dass immer schon klar war, worauf es hinauslaufen wird. Auch war mir das Shihing an sich nicht wichtig genug. Sicher ohne Dannys Fähigkeiten wären die Ereignisse nicht – oder später – eskaliert, doch streckenweise wurden sie in den Hintergrund gedrängt, so dass es mehr eine normale Erzählung war. Dies fand ich etwas schade. Doch im Fortsetzungsroman wird wahrscheinlich näher darauf eingegangen.

Fazit: Shining ist ein sehr atmosphärischer Roman, der mir persönlich nicht gruselig genug war. Dafür konnte man ihn jedoch, obwohl er sehr ausführlich ist, leicht lesen. Das Finale mit dem inszenierten Wettlauf gegen die Zeit ist sehr gelungen und hat für ein spannendes Ende gesorgt. Ich hätte mir noch mehr Fokus auf das Shining gewünscht. Dennoch hat es mir Spaß gemacht das Buch zu lesen. Es ist und bleibt ein Klassiker des Genres.

Bewertung_08_hBuchdaten: Shining Stephen King
Genre: Thriller

Originaltitel: The Shining
Taschenbuch
624 Seiten
Bastei Lübbe
Erschienen: 30. April 1985
ISBN: 978-3-404-13008-5
Preis: 9,99€

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. laberladen sagt:

    Ich hatte das Buch vor langer langer Zeit gelesen und frage mich jetzt, wo nach mehreren Umzügen und vielen Jahren mein Exemplar abgeblieben ist (ich muss mich echt schämen). Damals fand ich das Buch gut und ich überlege jetzt, mir nochmal eine englische Version zuzulegen und es nochmal zu lesen. Als Auffrischung und zur Vorbereitung für Dr. Sleep vielleicht.
    LG Gabi

    1. horrorbiene sagt:

      Zur Vorbereitung ist es auf jeden Fall empfehlenswert! Ich habe es ja auch so gemacht! 🙂

  2. Friedelchen sagt:

    Obwohl ich ein großer Fan bin, hat mich „Shining“ nie interessiert. Insofern Danke für deine Rezi, die hat mir nämlich doch Lust auf das Buch gemacht. Immerhin ist es ein Klassiker und wird ja sogar von den Simpsons parodiert 🙂

  3. astoriia sagt:

    Nachdem ich auch ein RIEßEN King-Fan bin muss ich mir unbedingt auch Shining holen! 😀 Bisher hab ich es um ehrlich zu sein immer verpasst, da entweder das Geld mal wieder nicht reichte oder das Buch gab es gerade nicht im Laden… Aber deine Rezension hat mich jetzt noch mehr angestachelt ^^. Auf jeden Fall steht es nun auf Platz 1 meiner Wunschliste ;).
    LG Tori

    1. horrorbiene sagt:

      Ja, solltest du tun, vor allem wenn du Doctor Sleep auch lesen willst! 😉

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