George R. R. Martin – Das Lied von Eis und Feuer 9: Der Sohn des Greifen

Endlich wieder mehr Hauptcharaktere

Eis und Feuer 9Der Sohn des Geifen ist der neunte Teil des Epos Das Lied von Eis und Feuer. Dieses Buch beinhaltet die Seiten 1 bis 499 des Originals A Dance With Dragons und ist damit kein vollständiges Buch. Eine Liste aller bisher erschienenen Teile befindet sich unten. Diese Rezension kann Spoiler zu den vorangegangenen Büchen enthalten.

Zum Inhalt: Die Sieben Königreiche zerfallen weiter im Machtkampf der großen Adelshäuser, die einander eifersüchtig belauern in ihrer Gier nach dem Eisernen Thron. Einigkeit finden sie nur in ihrem Misstrauen gegen Daenerys Targaryen, der rechtmäßigen Erbin der Krone. Gemeinsam mit ihren drei Drachen und einer stetig wachsenden Armee greift sie vom Osten aus nach der Herrschaft über Westeros. Die größte Gefahr droht derweil jedoch aus dem Norden, wo schreckliche Geschöpfe sich erheben, um die Menschen des Südens zu überrennen. Allein Kommandant Jon Schnee und seine wenigen tapferen Männer von der Nachtwache stemmen sich verzweifelt gegen diese finstere Übermacht … (Quelle)

Meine Meinung: Ich schreibe jetzt nichts dazu, wie mir der Rest der Reihe gefallen hat, oder was so besonders ist am Schreibstil von Martin, denn das habe ich in den vorigen Rezensionen bereits geschrieben und kann dort nachgelesen werden – Links befinden sich unten.
Es war schon etwas merkwürdig, dieses Buch zu lesen, da es parallel zum 7./8. Band spielt. Hat man z. B.  im vorangegangen miterlebt, wie Sam, Maester Aemon und Goldy unterwegs waren auf ihrer Mission, so habe ich nun aus der Sicht Jons erlebt, wie er sie losgeschickt hat. Verwirrend wurde es auch, als es um die Stark-Mädchen ging. Da war die Rede von einer Vision Melisandres Arya betreffend, doch ich wusste nicht mehr so genau, wo sie zu diesem Zeitpunkt war, da ich ja nun einmal schon zeitlich weiter war (wenn auch bei ihrer Perspektive der Fortschritt sehr dürftig ausgefallen ist). Ich kann schon verstehen, wieso Martin die Bücher so gestaltet hat, so musste man „nur“ ca. 100 Seiten lesen, bis man wieder bei demselben Chrakter war. Wenn die Bücher chronologisch geschrieben worden wären, wären es mehr so 200-300 Seiten und wenn das nicht frustrierend ist, weiß ich auch nicht. Aber so fehlt mir irgendwie der Überblick über die Gesamtsituation. Im Gegensatz zum vorangegagenen Buch sind hier auch wieder mehr Hauptcharaktere zu finden: Danaerys, Tyrion, Jon, Bran, „Stinker“, Davos – auch Melisandre kommt zu Wort. Gefühlt ist dieses Buch dadurch wesentlich „wichtiger“, als das davor, dass mich mit der ganzen dornischen Entwicklung mitunter sehr gelangweilt hat. Hatte ich in 7/8 das Gefühl Martin hätte sich nun völlig verzettelt, machte dieses Buch wieder Spaß zu lesen. – Ausgenommen die Perspektive von Danaerys. Da hat sie ihre Drachen, eine Armee und auch Schiffe, diese nach Westeros zu bringen und was macht sie?! Bleibt in Meereen und spielt sich als Königin und Sklavenretterin auf. Dass das nicht gut gehen wird, war mir gleich klar und ich hätte sie am liebsten genommen und geschüttelt. Das zu lesen hat mich sehr frustiert, dennoch bin ich gespannt, wie sie aus der Nummer nun wieder herauskommen will. Die Entwicklungen der anderen Charaktere haben mir gut gefallen und ich werde nun auch nicht lange warten, bis ich mit der zweiten Häfte von A Dance With Dragons anfange.
Es gibt aber einen Punkt, der mich ziemlich aufgeregt hat: Es  gab sehr viele Schreibfehler. Meereen hieß auf einmal Meeren. Aus Bauch wurde Baum. Wenn dies einmal passiert stört es mich nicht weiter, doch hier war es doch schon häufiger der Fall. Dadurch wird aber die Geschichte nicht besser oder schlechter.

Fazit: Der Sohn des Greifen bleibt in der Tradition der anderen Teile, schließt jedoch an Band 6 an und nicht an Band 8. Endlich erfährt der Leser auch, was die anderen Charaktere erleben, die nichts mit Königsmund zu tun haben. Vor allem war es gut, endlich wieder von Jon von der Mauer, von Danaerys aus Essos und von Tyrion zu lesen. Dieser Band ist – wenn ihm auch aufgrund der Zweiteilung – das Finale fehlt ein ganzes Stück besser als die beiden vorangegangenen.

Bewertung_09_hBuchdaten: Der Sohn des Greifen – George R. R. Martin
Genre: Fantasy
Original: A Dance with Dragons
Taschenbuch

832 Seiten

Penhaligon

Erschienen: 21. Mai 2012

ISBN: 978-3-7645-3104-1
Preis: 16,00€

Bisher in dieser Reihe erschienen:

Die Herren von Winterfell Das Erbe von Winterfell Der Thron der sieben Königreiche Die Saat des goldenen Löwen
Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4
Rezension Rezension Rezension Rezension
Sturm der Schwerter Die Königin der Drachen Zeit der Krähen Die Dunkle Königin
Teil 5 Teil 6  Teil 7 Teil 8
Rezension Rezension  Rezension Rezension
Eis und Feuer 9 Eis und Feuer 10
Teil 9 Teil 10
Rezension Rezension

 

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