Tina Voß – Ex & Mops

Ein perfektes Mops-Buch

Ex und MopsZum Inhalt: Kay, Junior-Personalreferentin, lebt mit Johannes, einem fanatischen Läufer und Veganer, zusammen. Ihre Freundin Klara möchte kurzfristig für ein Jahr ins Ausland gehen und Kay, die in ihrer Beziehung nicht glücklich ist, entschließt sich spontan, die Wohnung samt Bernd, dem Mops, zu hüten.
Doch dann gerät alles aus den Fugen. Im Job wird Kay degradiert, ihr Privatleben ist ein Scherbenhaufen und die Erziehung von Bernd eine einzige Katastrophe. Da kommt der Tierarzt Ludger gerade zur rechten Zeit, allerdings kann der verwöhnte Mops ihn einfach nicht ausstehen. (Quelle)

Meine Meinung: Alle Bücher, in denen ein Mops mitspielt, muss ich einfach haben. Ich finde diese eigensinnigen Vierbeiner einfach zu drollig. Auf diese Weise habe ich schon einige „Mops-Bücher“ gelesen. Einige waren gut, manche besser, die meisten waren aber ziemlich platt und doof. Von diesem Buch hier hatte ich noch nichts gehört und umso mehr habe ich mich darauf gefreut, als ich es geschenkt bekam. Nun muss ich sagen, dass es das bisher beste „Mops-Buch“ war, das ich bis dato gelesen habe!
Ich bin ehrlich, das Buch ist keine herausragende Welt-Literatur, das Buch ist nun mal eines aus dem Frauen/LieRo/Chick-Lit- Genre und auch solche Bücher haben ihre Berechtigung auf dem Buchmarkt. Ich jedenfalls bin froh, wenn ich mich auch einmal nur mit einer seichten Geschichte berieseln lassen kann. Hier ist aber nicht viel mit Berieseln lassen, dieses Buch ist herrlichstes Kopfkino und ich musste sehr oft schmuzlen und fast so oft auch laut Lachen. Zwar ist Kay Bielefeld ein ziemlich überdrehter Hauptcharakter, der so viele Missgeschickte passieren, dass die Figur beinahe schon als überzogen zu sehen wäre – aber eben nur fast. Voß überspannt den Bogen meiner Meinung nach nie so sehr, dass es zu verrückt wird, was Kay in ihrem Leben und mit Männern passiert. Stattdessen ist es herrlich amüsant. Auch ihre homosexuelle beste Freundin „Juli August“ ist ein wirklich gelungener Charakter! So ist die Rahmenhandlung schon einmal gelungen, doch das war in manch anderen „Mops-Büchern“ auch der Fall. Jetzt muss nur noch die Mops-Handlung stimmen – und das tut sie auch. Der Mops Bernd ist hier ein zentraler Charakter, da sie für ihn ihren Job umstrukturieren muss und er nun einmal so sehr „Mops“ ist, dass er ihren bisher hundefreien Alltag gehörig durcheinander bringt, ihr aber auch die Möglichkeit bietet Männer kennenzulernen. Aber der Mops ist nicht nur ein zentrales Beiwerk, auch ist er als solcher sehr gut dargestellt. Ich habe den Mops meiner Eltern sehr oft in der Handlung wiedererkannt. Auch die Erziehungsmaßnahmen, die im Buch beschrieben werden, sind fundiert und gut umgesetzt.
Darüber hinaus gibt es eine Reihe von inhaltlichen Kleinigkeiten, die ich diesem Buch hoch anrechne: Die erwähnten Erziehungsmaßnahmen sind fundiert, ein homosexuelle Charakter wird gut eingebaut, der Hauptcharakter bricht aus gewohnten Bahnen aus und wagt etwas und am Ende wird auch noch dargestellt, wie berauschend kreative Energie sein kann, indem die Autorin zeigt, wie Juli bei ihren Nähobjekten aufblüht. Gerade letztes war wirklich sehr überzeugend und mitreißend. Es ist auch oftmals von einem „Mops-Stoff“ mit dem Titel „Le Mops“ die Rede, aus dem Kinderkleidung entsteht, den man sogar tatsächlich kaufen kann und der auch wirklich sehr hübsch ist! Dies ist nicht nur eine geschickte Werbung, sondern fördert Kreativität. So etwas liebe ich!
Dem Buch beiliegend war als Bonus auch noch ein Lesezeichen im Design des angesprochenen Stoffes und für jedes verkaufte Buch geht eine Spende an das Haustierregister Tasso e.V., der Tierhalter bei Verlust des Tieres bei der Suche hilft.
Eine Fortsetzung würde mich wirklich sehr freuen! Vor allem aber, wenn wieder ein unerzogener Mops die Hauptrolle spielt! Laut HAZ ist auch bereits eine unter dem Arbeitstitel „Kein Mops ist auch keine Lösung“ in Planung. Gut so!

Fazit: Ich habe bereits einige „Mops-Bücher“ gelesen, aber dieses hier ist das bisher beste. Es hat sehr viel Humor, der zwar manchmal hart an die Grenze zum Überzogenen stößt, diese aber für mein Empfinden nicht überschreitet, so dass ich stets nur lachen konnte und das auch sehr oft tat. Vor allem aber der Mops wird hier gekonnt dargestellt und gut in Szene gesetzt. Er ist kein Beiwerk, wie in so manch anderem „Mops-Buch“, sondern wirklich ein zentrales Element und diese beiden Punkte machen für mich schon mal ein gutes „Mops-Buch“ aus. Da das Beiwerk zudem auch noch so gelungen ist, ist dieses Buch in meinen Augen nicht nur gut, sondern auch perfekt!

Bewertung_10_hBuchdaten: Ex und Mops – Tina Voß
Genre: Frauen-Literatur/Chick-Lit
Taschenbuch
288 Seiten
Dryas
Erschienen: 7. Oktober 2014
ISBN: 978-3-940855-54-1
Preis: 10,50€

Der Stoff „Le Mops“ von Lillestoff.com: >>Klick<<

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Tina Voß sagt:

    Vielen Dank für die tolle Rezi! Ich freue mich sehr darüber:-)))
    Teil 2 ist in Arbeit und ich bin nach den lieben Worten hochmotiviert! Ich kann Kay, Juli und Bernd auch noch nicht verlassen. Die machen mir zu viel
    Spaß.
    LG
    Tina Voß

    1. horrorbiene sagt:

      Das freut mich sehr, dass Ihnen die Rezensionen gefallen hat und ebenso, dass Sie den Weg auf unseren Blog gefunden haben. Dann kann ich mich ja nun auch berechtigt auf Band zwei freuen, wenn Sie schon daran arbeiten. 😃

  2. Tina Voß sagt:

    Faschprochn! Ich bin mittendrin 🙂

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