Torsten Fink – Die Tochter der Schwarzen Stadt

Noch ein Einzelroman aus der Welt des Skorpions

Tochter der Schwarzen Stadt von Torsten FinkDie Tochter der Schwarzen Stadt ist ein abgeschlossener Roman, der in der Welt der Schattenprinz-Trilogie spielt. Eine Auflistung aller Teile aus dieser Welt erfolgt unten.

Zum Inhalt: Alena versteht es, sich durchs Leben zu mogeln. Doch als sie sich in der Stadt Terebin als uneheliche Tochter des Herzogs ausgibt, ist sie wohl zu weit gegangen. Ihr droht der Tod – es sei denn, sie willigt ein, bei einer groß angelegten Intrige die Hauptrolle zu spielen. Denn Alena ist der wahren Prinzessin wie aus dem Gesicht geschnitten und soll nun an ihrer statt einen der verhassten Skorpion-Prinzen heiraten. Doch das ist nicht die einzige Verschwörung, in die sie sich verstrickt. Und vielleicht – nur vielleicht – ist sie ja tatsächlich die Tochter des Herzogs … (Quelle)

Meine Meinung: Die Schatten-Trilogie, in dessen Welt dieses Buch spielt, hat mir sehr gut gefallen. Im Anschluss daran ist ein Einzelroman Der Prinz der Rache auf derselben Welt erschienen, der mir nicht so sehr zugesagt hat, da er irgendwie nicht in die Tiefe gegangen ist und wo zu viel in ein Buch gesteckt wurde. Dies hier ist nun wieder ein Einzelroman – so scheint es jedenfalls – und er ist gänzlich anders als Der Prinz der Rache. Denn dies ist die überschaubare Geschichte von Alena, die zufällig so aussieht wie die Tochter des Herzogs. Dadurch gerät sie hinein in die politischen Intrigen des Seebundes und des Inselherzogtums, denn die echte Tochter soll Prinz Weszen heiraten und dieser ist alles andere als ein Freund des Herzogs. Alena bietet so eine interessante Alternative und vor allem Schutz für die echte Prinzessin, denn die Gegner der Hochzeit könnten es auf ihr Leben abgesehen haben.
Das Buch ist in überschaubare Abschnitte unterteilt: Zu Beginn lernt der Leser die Protagonisten und die Siutation kennen, dann wird Alena in einem abgeschiedenen Kloster zur Prinzessin ausgebildet und zum Schluss soll die Ernte dieses Schauspiels auf der Hochzeit eingefahren werden. Das ist inhaltlich überschaubar und nicht so überladen wie der vorangegangene Einzelband. Man könnte diesem Buch vielleicht auch ankreiden, langweilig zu sein. Ich habe es jedoch nicht so empfunden. Da die Handlung in ihrem Rahmen breits abgesteckt ist, bietet es Raum die handelnden Figuren kennen zu lernen. So ist die wahre Prinzessin nicht das, was sie scheint, ebenso wie Alena nicht so rau ist, wie sie zuerst wirkt. Die Intrige, die sich dahinter verbirgt und wer letztlich wen umbringen soll, ist zu keinem Zeitpunkt völlig klar und immer kommen neuen Informationen hinzu und Dinge ändern sich. Zum Schluss ist gar nicht mehr klar, ob Alena tatsächlich eine Hochstaplerin ist, oder ob sie vielleicht tatsächlich von herzoglichem Blut ist – so verwirrend ist dieses Buch gestaltet. Dabei meine ich verwirrend im Positiven, denn durch die ständigen Verschiebungen einiger Tatsachen, bleibt die Geschichte interessant. Spannend mag ich es nicht nennen, denn spannend ist das Buch eigentlich nicht. Es ist eine schöne, gut durchdachte und unterhalsame in sich abgeschlossene Geschichte. Wobei der Aspekt mit der wahren Herkuft Alenas tatsächlich Stoff für eine Fortsetzung bieten könnte.
Im Grunde gibt es nichts, was ich bemängeln müsste. Die Charaktere sind sympatisch und handeln dennoch nicht vorhersagbar, die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, der Schreibstil ist von bekannter guter Qualität und die Geschichte ist schön simpel mit einem abgegrenzten Rahmen. Man könnte kritisieren, dass zeitweise kein Fortschritt vorhanden ist, dass es vielleicht sogar langweilig ist und man mehr aus der Geschichte hätte herrausholen können, um es spannender zu machen. All diese Punkte sehe ich in diesem Buch eindeutig. Aber mir hat die Geschichte so wie sie ist gut gefallen und sogar weit besser, als die in Der Prinz der Rache. Man kann dieses Buch gut nebenbei lesen, da es sich um leichte Lektüre handelt. Das brauche ich zwischendurch einfach.

Fazit: Die Tochter der schwarzen Stadt ist ein abgeschlossener Roman mit einem abgegrenzten Rahmen, der eine wirklich gute Geschichte erzählt. Dieses Buch ist nichts bahnbrechend Neues. Es ist nicht einmal spannend. Es ist einfach eine gut erzählte Geschichte über eine Intrige und Alena, die den Mittelpunkt dieser Intrige darstellt. Man darf hier keine actiongeladene, spannende, tiefgründige High-Fantasy erwarten. Wer dies beherzigt, kann mit diesem Buch einige schöne unterhaltsame Lesestunden verbringen.

Bewertung_09_hBuchdaten: Die Tochter der Schwarzen Stadt – Torsten Fink
Genre: Fantasy
Taschenbuch

512 Seiten

Blanvalet

Erschienen: 19. Januar 2015

ISBN: 978-3-442-26980-8
Preis: 14,99€

Alle Teile aus dieser Welt:

Der Prinz der Schatten Der Prinz der Klingen Der Prinz der Skorpione Der Prinz der Rache
Teil 1 Teil 2 Teil 3 Eigenständig
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Tochter der Schwarzen Stadt von Torsten Fink
Eigenständig
Rezension

 

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Nazurka sagt:

    Ich kann mir nicht helfen, diese Cover sind schlicht und ergreifend der Wahnsinn. Darf man dieser Rezension trauen, dann auch der Inhalt. Ich hab von ihm schon ein paar Bücher auf dem SuB und sollte wohl schnellstens endlich mal mit dem Lesen beginnen. Danke für den Tipp!

    Liebste Grüße,
    Nazurka

    1. horrorbiene sagt:

      Ob du der Rezension trauen kannst, wirst du leider erst wissen, wenn du dir deine eigene Meinung gebildet hast! Aber, wie ich schon geschrieben habe, kann ich die kritischen Stimmen zu diesem Buch verstehen, wenn ich auch nicht so empfinde. 😉 Du sollstest aber vielleicht mit der hier vorangegangenen Trilogie starten, auch wenn das Buch im Grunde auch sehr gut unabghägig gelesen werden kann.

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