Brandon Sanderson – Die Stürme des Zorns

Eine komplett unterschätzte Reihe

Die Stuerme des ZornsDie Stürme des Zorns ist der zweite Teil des zweiten Bandes der Sturmlicht-Chroniken, einer groß angelegten Serie. Eine Auflistung der bisher erschienenen Teile erfolgt unten.

Zum Inhalt: Der Krieg zwischen dem Königreich Alethkar und dem geheimnisvollen Volk der Parshendi tobt bereits mehrere Jahre. Politische Intrigen und die Jagd nach magischen Edelsteinen lassen die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges sinnlos erscheinen. Aber dann tritt mit dem jungen Kaladin nicht nur ein ungewöhnlicher Held auf, ein Dunkelauge und ehemaliger Sklave. General Dalinar Kholin, der Kaladin unter sein Kommando nimmt, beschließt auch, alle Vorsicht fahren zu lassen und zusammen mit seinem Sohn und Kaladin an der Verwirklichung der Verheißung zu arbeiten – und den Orden der Strahlenden Ritter neu zu gründen. Mit ihnen will Kholin den Kampf gegen den weißen Assassinen aufnehmen und den Krieg ein für alle Mal beenden – und so den alles zerstörenden Ewigsturm aufhalten. Doch der Orden ist mit einem jahrtausendealten Fluch belegt… (Quelle)

Meine Meinung: Ich liebe diese Reihe! Vor kurzem habe ich mich noch durch Tad Williams zwar sehr guten, aber auch sehr anstrengenden Osten Ard gequält, hier dagegen vergehen die Stunden wir im Flug, das Lesen macht Spaß und ich fühlte mich bestens unterhalten. Zwar ist diese Reihe alles andere als oberflächlich, aber nicht so überbordend komplex. Auf diese Weise ist die Reihe der Protagonisten für eine so opulentes Fantasy-Werk recht überschaubar. Der Leser hat dadurch viel mehr Möglichkeiten sich mit den Charakteren zu indentifizieren. Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich diese Reihe um Vieles lieber mag als Das Lied von Eis und Feuer von George Martin, weil diese hier durchweg gut geschrieben ist und keine langweiligen Figuren hat, oder Figuren die man am liebsten schütteln möchte, damit sie zu Verstand kommen. Daher finde ich es extrem schade, dass momentan jeder letztgenanntes Werk liest, dieses hier aber keiner kennt. Das ist enorm schade! Leute, ihr verpasst etwas!
Hier nun liegt der zweite Teil vom zweiten Teil vor und logischerweise hat dieser Teil im Gegensatz zur ersten Hälfte nun auch ein richtiges Finale und dann auch noch eines, dass es in sich hat. Vieles,von dem das in den vorangegangenen drei deutschen Bänden begonnen wurde, findet hier ein Ende. Dies finde ich sehr gut, ist es doch eine Art Zwischenfazit für die gesamte Chronik. Ein Etappenziel ist erreicht und man muss darauf nun nicht noch fünf Bände warten. Aber es ist klar: Die Bedrohung ist noch nicht vom Tisch. Da nun jedoch dieser Hauptstrang beendet ist, wurden hier schon einige neue Parteien angedeutet, die im Folgenden noch bedeutender werden dürften, bei denen mir aber noch nicht klar ist, ob diese nun „gut“ oder „böse“ sind: der König von Karbranth und sein Diagramm und die Geisterblüter. Zudem gibt es noch zwei Parteien, die ich nicht erwähnen möchte, um nicht zu viel vorweg zu nehmen. Die Chronik verspricht auf jeden Fall intressant weiter zu gehen. Rückblicked gesehen ist der erste Band im Grunde nur die wegbereitende Vorgeschichte und im zweiten ging es nun wirklich zur Sache. Mir persönlich würde ein Etappenziel am Ende jedes Bandes gut gefallen, so weiß man immer woran man ist, im Gegensatz zu anderen epischen High-Fantasy-Werken und davon gibt es einige z.B. das zuvor genannte Das Lied von Eis und Feuer oder auch Das Schwert der Wahrheit.
Auch wenn ich dies bei den anderen Büchern bereits erwähnt habe, muss ich die Aufmachung des Buches auch hier noch einmal lobend hervorheben: Das eine Vorsatzblatt ist eine Farbkarte, das andere eine farbige Zeichnung von Schallan. Zudem gibt es zahlreiche Abbildungen, die sogar im (illustrierten) Inahltsverzeichnis aufgeführt sind, so dass lästiges Suchen ausbleibt. Auch wenn im Inhalt steht, man solle die Abbildungen nicht vor der Lektüre betrachten, habe ich keine gravierenden Spoiler ausmachen können – die Bilder dürfen demnach gern auch vorher schon betrachtet werden. Dass die Kapitelanfänge zudem auch noch illustiert sind, ist ein prima Bonus.

Fazit: Dieser Band ist ein wirklich gelungener Abschluss dieses ersten Abschnittes. Ich habe selten so gute Fantasy gelesen. Leute, vergesst Martin, lest Sanderson!

Buchdaten: Die Stürme des Zorns – Brandon Sanderson
Genre: Fantasy
Gebunden mit Schutzumschlag
800 Seiten
Heyne
Erschienen: 23. März 2015
Originaltitel: Words of Radiance- Book One of The Stormlight Archive (Part II)

ISBN: 978-3-453-26748-0
Preis: 24,99

Der Pfad der Winde Der Weg der Könige Die Worte des Lichts von Brandon Sanderson Die Stuerme des Zorns von Brandon Sanderson
Teil 1.1 Teil 1.2 Teil 2.1 Teil 2.1
Rezension Rezension Rezension Rezension
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9 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wolfram Winkler sagt:

    „Der Weg der Könige“ ist der 1. Teil, dann folgt „Der Pfad der Winde“.

    1. horrorbiene sagt:

      Stimmt – so habe ich es ja auch gelesen . Danke für den Hinweis, werde ich ändern.

  2. Nazurka sagt:

    Wow, das ist ja mal eine klare Aussage. 😀 Ich muss jetzt echt mal was von ihm lesen, du vergötterst den Mann ja geradezu und ich hab erst heute drüber nachgedacht, dass ich echt gerne mal wieder richtig epische Fantasy lesen würde, argh. 😀 Ich werde deinem Ruf Folge leisten meine Liebe! 🙂

    1. horrorbiene sagt:

      Und ich bin gespannt, ob er dich genauso überzeugen wird wie mich! 🙂

  3. Jery Schober sagt:

    Endlich stehe ich nicht mehr allein mit meiner Meinung da, dass Sanderson ein König der Fantasy ist. Keine Ahnung, warum er in Deutschland so wenig bekannt ist. Er ist einer der wenigen Autoren, von dem ich sogar die Jugendbücher lese.

    1. horrorbiene sagt:

      :mrgreen: Ich sehe das schon lange so. Die Sturmlicht-Chroniken haben mich von y Beginn an überzeugt.

  4. Wolfram Winkler sagt:

    Elantris war leider nicht überzeugend, oberflächlich und voller logischer Fehler.

  5. Philip sagt:

    Oh wow, bei diesem überwältigenden Fazit werde ich hellhörig. Grandios. Da muss ich unbedingt mal nachschauen und mich näher mit beschäftigen!
    Danke für den tollen Tipp! ♥
    Liebe Grüße
    Philip

    1. horrorbiene sagt:

      Genau deswegen habe ich es so drastisch formuliert. 😉

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