Stephen King – In einer kleinen Stadt. Needful Things

Braucht etwas, um in Fahrt zu kommen

In einer kleinen Stadt Needful Things von Stephen KingZum Inhalt: Der Zugereiste Leland Gaunt eröffnet den Laden „Needful Things“. Die Kunden finden dort Raritäten, mit denen sie ihre geheimen Sehnsüchte und Wünsche erfüllen. Aber alles hat seinen Preis: Neben einer symbolischen Bezahlung verlangt Leland von ihnen, anderen Einwohnern harmlose Streiche zu spielen. Bald schon eskaliert der Spaß, und in Castle Rock herrscht das blanke Chaos …  (Quelle)

Meine Meinung: Wenn ein neues Geschäft in einem kleinen Ort öffnet, ist das meist die Sensation für Wochen, das Geschäft Needful Things in Castle Rock, Maine bildet da keine Ausnahme. So besuchen viele Einwohner Castle Rocks recht schnell das Geschäft und finden tatsächlich etwas, von dem sie nicht unbedingt erwartet hätten, dass sie es brauchen, aber sie brauchen es doch sehr innig. Doch nicht nur Sherriff Pangborn wird bald klar, dass etwas Seltsames in seiner Stadt umgeht.
Needful Things ist ursprünglich als Abschluss des Castle-Rock-Zyklus‘ gedacht. Dies hat den interessanten Nebeneffekt, dass bekannte Gesichter aus vorigen Romanen vorkommen, und auch auf alte Geschichten Bezug genommen wird, diese aber auch unabhängig voneinander gelesen werden können.
Der Roman ist auch ein typischer King: Er ist sehr dick, doch er hat nicht nur viele Seiten, auch ist die Schrift recht klein und so ist das Buch mit 860 Textseiten ein echter Wälzer. Auch der Schreibstil ist auf gewohntem Niveau. Von der Atmosphäre hat mich Needful Things ein klein wenig an Die Arena erinnert, ist die Handlung doch auf nur eine Stadt begrenzt, schließt aber die gesamte Stadt ein. Dies war leider auch der Knackpunkt: Da beinahe die ganze Stadt unter einen merkwürdigen Einfluss gerät, tauchen hier viele Charaktere auf, die mehr oder weniger genau eingeführt werden. Da man auch „die unwichtigen“ eine Zeit lang begleitet, hat sich der erste Teil ganz schon gezogen. Im zweiten Teil des Buches haben sowohl Tempo als auch Gewalt zugenommen und im letzten Teil wurde dann in einem spannenden Finale abgerechnet. Ab einem gewissen Zeitpunkt war das Buch daher richtig gut, doch der langatmige Einstieg hat es mich fast bereuen lassen, dass ich vom SUB ausgerechnet dieses Buch gefischt habe. Das Finale hat es dann jedoch wett gemacht.
Ich fand es außerdem ein klein wenig schade, dass letztlich nicht zu 100% aufgeklärt wurde, was genau sich hinter Leland Gaunt verbirgt. Hier hätte ich eine Parallele zu Es ganz schön gefunden.

Fazit: In einer kleinen Stadt (Needful Things) ist ein ordentlich dicker Wälzer, der einem den Einstieg in das Buch nicht gerade leicht macht, dann hinterher aber richtig spannend wird und eine gute Prise Mystery enthält. Mir hat es sehr gefallen mal wieder einen „alten“ King zu lesen. Sollte ich öfter machen.

Bewertung_08_hBuchdaten: In einer kleinen Stadt (Needful Things) – Stephen King
Genre: Thriller

Originaltitel: Needful Things
Taschenbuch
880 Seiten
Heyne
Erschienen: 01. September 2009
ISBN: 978-3-453-43399-1
Preis: 10,99€

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