Dawn Cook – Die Tochter der Königin

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Nicht der Knaller, aber dennoch gut

Die Tochter der Königin ist ein in sich abgeschlossener Roman, der in Die Gesandte der Königin fortgeführt wird. Letztgenanntes Buch ist leider nur noch antiquarisch zu erhalten.

Zum Inhalt:  Tess – oder auch Prinzessin Contessa von Costenpolis – kann sehr gut auf sich selbst aufpassen, denn der Kanzler des Reiches ist der Ansicht, dass eine gute Ausbildung besser schützt als jeder Leibwächter. Doch als ihre Eltern ermordet werden, muss Tess nicht nur für sich, sondern um das Schicksal des ganzen Königreichs kämpfen – auch als sie erfährt, dass ihr bisheriges Leben eine Lüge war … (Quelle)

Meine Meinung: Ich habe vor geraumer Zeit den Wahrheits-Zyklus (beginnend mit Die erste Wahrheit) der Autorin gelesen. Vorher kannte ich die Autorin noch gar nicht, auch nicht ihre Rachel-Morgan-Reihe unter ihrem richtigen Namen Kim Harrison. Dieser Zyklus hat mich nach dem ersten Buch so gepackt, dass ich diese Reihe wirklich verschlungen habe und mir auch dieses und das nachfolgende Buch sofort gekauft habe. Leider gerieten sie etwas in Vergessenheit, so dass ich sie nun erst sechs Jahre später lese, wenn der zweite Band schon nicht mehr erhältlich ist.
Gleich zu Beginn lernt der Leser Tess kennen, die Prinzessin von Costenpolis, die Zeit ihres Lebens vor Meuchelmördern beschützt werden musste, da sie laut einer Prophezeiung das Schicksal vieler Königreiche verändern wird. Daher hat ihr Mentor, der Kanzler Kavenlow, sie auf verschiedene Weise darauf vorbereitet, zu überleben. Nun kommt ihr versprochener Ehemann vorbei, um die Bedingungen der Hochzeit festzulegen, als plötzlich Tess‘ Leben völlig auf den Kopf gestellt wird. Denn sie ist in Wahreit gar nicht die echte Prinzessin, sondern nur ihr Schutzschild und ihr Mentor scheint ihr noch mehr vorenthalten zu haben. Tess muss nun schnell vor dem Prinzen und seinem Hauptmann fliehen.
Das Buch hat mir im Großen und Ganzen wirklich gut gefallen. Es gab nur zwischendrin kleine Ungereimtheiten. Zum Beispiel war mir am Ende nicht so wirklich klar, was diese Prophezeing, die zu Beginn als so wichtig dargestellt wurde, letztlich bedeuten soll. Sie hat je weiter das Buch fortschritt an Bedeutung verloren. Vielleicht wird dies im nächsten Band wieder aufgegriffen. So wirkt es viel mehr wie ein arg konstruierter Aufhänger um Tess‘ Hintergundgeschichte einen Sinn zu verleihen. Zudem empfand ich Tess zwar als sympathisch, doch in Bezug auf die Männer ist sie irgendwie sehr leicht zu haben. Ich habe nichts gegen eine Liebesgeschichte, die sich eindeutig abzeichnet, aber gut geschildert ist. Hier aber wirkt es eher so, als sei Tess sehr mannstoll, da sie zwar alle Männer als nicht vertrauenswürdig empfindet, sich aber zu allen stark hingezogen fühlt. So etwas mag ich gar nicht. Da fiebere ich lieber darauf hin, dass die Hauptfigur die eine Liebe ihre Lebens findet und auch erobern kann. Hier fehlte mir dadurch so ein klein wenig die Spannung und das Gefühl. Diese zwei Punkte waren im Zusammenspiel gerade das Tolle an dem Wahrheits-Zyklus und daher habe ich so etwas hier auch erwartet und wurde etwas enttäuscht.
Wie gesagt, das Buch ist dennoch gut und lesenswert. Die Figuren sind sympathisch und interessant. Aber es fehlt hier das gewisse Etwas, was dies zu einer überragenden Geschichte werden lässt, so wie es eben bei den Wahrheits-Büchern der Fall war.

Fazit: Die Tochter der Königin ist eine schöne Fantasygeschichte über eine Prinzsessin deren Leben gehörig auf den Lopf gestellt wurde. Es lässt sich prima lesen. Aber um ein wahrer Knaller zu sein, gab es für meinen Geschmack zu viele kleine Ungereimtheiten und das gewisse etwas fehlte. Nichts desto trotz habe ich es gern gelesen und werde mir auch die Fortsetzung zu Gemüte führen. Auf jeden Fall hat das Buch mir Lust darauf gemacht, den Wahrheits-Zyklus noch einmal zu lesen.

Bewertung_08_hBuchdaten: Die Tochter der Königin – Dawn Cook
Genre: Fantasy
Taschenbuch

512 Seiten

Blanvalet

Erschienen: 07. Mai 2009

ISBN: 978-3-442-26658-6
Preis: 9,99€

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