Brent Weeks – Schattenblender

Geniales Buch

Schattenblender von Brent WeeksSchattenblender ist der zweite Teil des dritten Bandes einer ehemals als Trilogie angedachten Serie, die nun aber vier Teile umfassen wird. Die Rezension enthält Spoiler zu den Vorgänger-Bänden. Eine Auflistung aller bisher erschienenen Teile erfolgt unten.

Zum Inhalt: Gavin Guile, der Schwarze Prisma, hat seine Macht verloren, und die Sieben Satrapien zerfallen im blutigen Bürgerkrieg. Während die Fürsten um die Vorherrschaft streiten und die Rebellen immer mehr Macht an sich reißen, versucht der junge Kip, Gavins Sohn, das Chaos, das um ihn herum tobt, zu überwinden. Doch sein intriganter Großvater entlässt ihn nicht aus seinen Krallen. Der einzige, der den Frieden wiederherstellen könnte, ist sein Vater Gavin. Doch der ist nach dem Verlust seiner Magie spurlos verschwunden … (Quelle)

Meine Meinung: Nun konnte ich mit Erscheinen dieses Buch endlich den dritten Teil der Lichtbringer-Saga zu Ende lesen – und ich bin begeistert. Am Ende gab es nicht nur ein actionreiches, aber auch emotionsgeladendes Finale, nein es wurden auch endlich Geheimnisse aufgedeckt (und einiges davon war eine wahre Überraschung) und andere Entwicklungen, die sich lange angedeutet haben, trafen nun endlich ein. Somit ist nun am Ende des Buches alles klar für das Finale der Reihe und ich kann das letzte Buch schon gar nicht mehr erwarten.
Die Geschichte geht logischerweise nahtlos weiter, ist dieses Buch ja auch nur eine zweite Hälfte eines aufgrund der Länge der Übersetzung zweigeteilten Buches. Kip ist wieder auf den Jasperinseln genauso wie Karris. Einzig das Prisma ist nach wie vor in Gefangenschaft. Andros Guile zieht weiterhin seine politischen Strippen ebenso wie die Weiße, deren Absichten nicht wirklich klar erscheinen. Auch Teia sitzt nach wie vor zwischen den Stühlen.
Im Gegensatz zur ersten Hälfte war ich wieder sofort mitten in der Geschichte und da sie bereits so weit fortgeschritten ist, hat das Buch mich völlig in seinen Bann gezogen und so habe ich es in Rekordzeit ausgelesen. Dabei ist mir am Ende vor allem eines klar geworden: Brent Weeks schreibt unheimlich gute Bücher. Beim Lesen der späteren Bücher nimmt er immer wieder Bezug zu den Vorgängern, aber vor allem entwicklen sich die Figuren wirklich ernsthaft weiter. Gerade im Finale passiert wieder enorm viel mit den Figuren, dass ich mich einerseits ärgere, dass ich so viele Details vom Anfang vergessen habe, andererseits weckt dies den Wunsch in mir, zum Erscheinen des finalen Bandes (hoffentlich nicht wieder zweigeteilt, sonst muss ich noch länger warten) alle Bücher noch einmal zu lesen und dann all die gemachten Entwicklungen erneut zu erleben. Das wird sicher unheimlich spannend, da ich mir vorstellen kann, dass es dann noch emotionaler wird, als ich es jetzt schon empfungen habe und ich freue mich jetzt schon darauf!
Als ein Bekannter, der die englische Originalausgabe gelesen hat, sagte, dass dieses Buch immer noch gut geschrieben sei, aber sehr langgezogen und daher beinahe langweilig, war ich erst enttäucht, aber nun frage ich mich, ob mein Bekannter vielleicht ein anderes Buch gelesen hat! Klar es ist lang ohne Frage. Aber langweilig? Es passiert doch so viel! Und auch schon der erste Band war alles andere als langweilig lediglich ausführlich. Doch genau so mag ich es auch!
Auch hier haben mir viele kleine Punkte an dieser Geschichte besonders gefallen, da der Autor dabei viel Gefühl für (wichtige) Details an den Tag legt. So ist z.B. klar, dass Kip zunehmend wichtiger wird und im Finale sicher ein entscheidender Charakter sein wird. Zu Beginn dieser Serie war er fett, aufbrausend und wenig sympathisch. Ganz allmählich entwickelt er sich. So manch anderer Autor hätte aus ihm vielleicht breits einen Athleten gemacht, doch Kip hat trotz aller Entbehrungen immer noch das eine oder andere Fettpölsterchen, wenn er auch an Muskeln und Kraft ordentlich zugelegt hat. Auch charakterlich hat er sich allmählich verändert und nicht plötzlich. Das schätze ich sehr. Putzig ist auch, dass Kip sich dieser Entwicklug gar nicht wirklich bewusst zu sein scheint. Erst am Ende dieses Buches bekommt er eine Ahnung, wie er auf seine Mitmenschen mittlerweile wirkt. Auch Teias Verhalten als Doppelagentin und ihre Entscheinungen im Finale finde ich überaus gelungen.
Zwar kann dieses Buch aufgrund der Zweigeteiltheit nicht wirklich für sich stehen, aber da es ein Finale hat, was dem ersten Teil fehlt, ist dieser hier eindeutig besser. Zusammen genommen finde ich The Broken Eye daher wirklich sehr genial!

Fazit: Zusmmen mit dem ersten Teil ergibt dieses Buch wirklich einen sehr gelungenen dritten Teil der Reihe. Tja und nun warte ich sehnsüchtig auf den finalen Band dieser Reihe. Mir hat aber dieses Buch so gut gefallen, dass ich nun das Bedürfnis habe, alle Bücher der Reihe zum Erscheinen noch einmal zu lesen!

Bewertung_10_hBuchdaten: Schattenblender – Brent Weeks
Genre: Fantasy
Klappenbroschur mit Karte
640 Seiten
Blanvalet
Erschienen: 16. November 2015
Originaltitel: The Broken Eye
ISBN: 978-3-7341-6038-7
Preis: 14,99€  

Die Lichtbringer-„Trilogie“:

Schwarzes Prisma Die blendende Klinge Sphaeren der Macht von Brent Weeks Schattenblender von Brent Weeks
Teil 1 Teil 2 Teil 3.1 Teil 3.2
Rezension Rezension Rezension Rezension
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