Wanderbuch „Ausgeliehen“

Bei Kathrin von phantásienreisen bin ich auf die Aktion von „packing books from boxes“ aufmerksam geworden und wollte auch gern mitmachen. Bei dieser Aktion wurde ein Buch von Station zu Station geschickt in Begleitung eines Notizbuches und einer netten Süßigkeit oder dergleichen. Da das Buch bereits wieder in seiner Heimat angekommen war, wurde es prompt zu mir geschickt und ich konnte nach meiner Anfrage praktisch gleich loslegen und musste nicht warten, bis ein anderer das Buch beendete. Folgendes fand ich in meinem Paket:

Wanderbuch

Im Anschluss an die Lektüre sollte ich diese Fragen beantworten:

Wo in etwa auf der Welt befindet sich “Ausgeliehen” gerade?

In Ganderkesee, eine Gemeinde zwischen Oldenburg und Bremen.

Ein paar kurze Worte zur “Familie”, in der es gelandet ist.

Ausgeliehen kam zu mir (30) und meinem Mann (35) und unseren zwei Langhaar-Chihuahuas, die nach nordischen Göttern benannt wurden. Gelesen wurde Ausgeliehen aber nur von mir.

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Ein Foto von “Ausgeliehen” in einer typischen “Ecke” eures Zuhauses.

Wovor seid oder wärt ihr in eurem Leben gerne weggelaufen und wohin?

Vor dem Sportunterricht. Ich hasse Sport aus vielen Gründen. Zum einen ist das Umziehen lästig, Schwitzen mag ich nicht, den Wettbewerb kann ich nicht ausstehen und beim Laufen atme ich immer falsch. Von Endorphinen nach dem Sport habe ich noch nie etwas gemerkt. Daher habe ich jede Möglichkeit gesucht, da nicht hinzugehen und in unregelmäßigen, aber geplanten Abständen meinen Turnbeutel zu Hause vergessen. 😉 Ironischerweise darf ich nun Sport unterrichten und habe das auch die letzten beiden Schuljahre gemacht.

Welches Buch hat euch in eurem Leben bisher am meisten beeinflusst und/oder gerettet?

Das ist kein spezielles. Lesen im Allgemeinen ist mein Ausgleich zum stressigen und lauten Berufsalltag. Für mich ist ein gutes Buch zu lesen, wie eine Meditation. Es beruhigt mich. Wenn ich an einem Tag nicht zum Lesen komme, werde ich grantig!

Wie habt ihr die Zeit mit “Ausgeliehen” erlebt?

Der Anfang und der erste Teil des Buches haben mir unheimlich gut gefallen. Ich hätte Ewigkeiten in dieser Bibliothek verbringen können! Über die Art und Weise wie Lucy und Ian dann ihre Reise begonnen haben, war ich regelrecht geschockt! Mir haben sich alle Haare aufgestellt und ich wollte das Buch am Liebsten nicht mehr weiterlesen. Wie Lucy sich Ian gegenüber verhalten hat, geht gegen mein pädagogisches Verständnis. Es hat mich wirklich große Überwindung gekostet es trotz meines Widerwillens weiter zu lesen und zu beenden. Dementsprechend habe ich auch sehr lange für dieses Buch gebraucht. Das Ende hat mich schließlich ein klein wenig mit dem Buch versöhnt, da es sich in Richtung „Selbstfindungstrip“ der Protagonistin entwickelt hat, aber es bleibt aufgrund des so guten Einstieges in die Geschichte ein schaler Nachgeschmack. Man hätte aus diesem Einstieg eine wundervolle Geschichte entwickeln können, bei der die Bibliothek eine wichtige Rolle spielt. Zugegeben es wäre dann eine vollkommen andere Geschichte gewesen, aber sie hätte mir sicherlich viel besser gefallen.

…alles, was ihr sonst noch gerne zu “Ausgeliehen” und seinem Aufenthalt bei euch loswerden wollt.

Man merkt dem Buch schon stark an, dass es bereits durch viele Hände gegangen ist. Dies finde ich einerseits sehr spannend, da ich mithilfe des Notizbuches und dem Ursprungsblog nachvollziehen konnte, wo das Buch bereits war und wer es schon hatte, andererseits mag ich Bücher lieber, wenn sie aussehen wie neu. Daher sehen meine Bücher auch nach dem Lesen meist immer noch aus „wie ungelesen“. Ich habe, als die Geschichte so wundervoll begann, ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, mir das Buch im Anschluss an diese Aktion für mich selbst zu kaufen, doch dann begann dieser Roadtrip…

Nichtsdestotrotz hat mir diese Aktion unheimlich viel Spaß gemacht und ich würde gern noch öfter an so etwas teilnehmen. Für Tipps bin ich daher dankbar. Vielleicht mache ich gar selbst einmal eine solche Aktion! Mein Dank geht jedoch erst einmal an Vanessa für diese tolle Aktion!

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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Kathrin sagt:

    Oh, ich freu mich, dass ich dich auf Vanessas Aktion neugierig machen konnte und das Buch doch noch weitergewandert ist!

    Interessant finde ich auch, dass es dir mit dem Buch ähnlich ging bzw. habe ich alles von dir angesprochene auch so empfunden.

    Amüsant übrigens, dass du ausgerechnet das Fach unterrichten musst, dass du selbst nicht mochtest. Ich hoffe, du tust dein Bestes, damit die Schüler den Sportunterricht in besserer Erinnerung behalten als du (und ich, denn auch ich habe den Sportunterricht nie gemocht)?!

    Liebe Grüße
    Kathrin

    1. horrorbiene sagt:

      Auf jeden Fall. 😉 Bei mir wird niemand zu „Rolle rückwärts“ gezwungen. 😂 Bin aber froh, dass ich es in Jg 3 nicht unterrichten muss.

      1. Kathrin sagt:

        Rolle rückwärts ging bei mir auch immer schief… buchstäblich.
        Ich freue mich immer, dass die Lehrkräfte im Freundes-, Bekannten- und Bloggerkreis engagierter, offener und moderner unterrichten als ich das vom Großteil in meiner schulischen Laufbahn und zum Teil auch jetzt im Rahmen des Jobs erlebe/erlebt habe 😉

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