Marianne Zunner – One Pot Pasta

Schnelle und leckere Nudelgerichte für 2 Personen

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Zum Inhalt: Wie bitte, schon wieder ein neuer Trend aus den USA? – Halt, stehen geblieben, diesen sollten Sie wirklich kennenlernen! One-Pot-Pasta heißt er und hält genau so viel, wie der Name verspricht: Ratzfatz-Pasta aus einem Topf, und zwar lecker wie nie! Der Trick: Die Nudeln kommen mit allen anderen Zutaten in einen Topf und schmurgeln dort ihrer Vollendung entgegen – und das gerade mal in der Garzeit der Nudeln. Der köstliche Nebeneffekt: Alle Aromen verbinden sich optimal, und die Sauce wird extrasämig. Ob Spaghetti oder Penne, ob Speck oder Garnelen, ob fruchtig-tomatig oder curry-würzig, das One-Pot-Pasta-Prinzip funktioniert immer! Und – pst! Auch das Abspülen ist hier eine äußerst schnelle Angelegenheit … (Quelle)

Meine Meinung: In einer Kochzeitschrift bin ich auf diesen neuen Trend aufmerksam geworden. Man sucht alle Zutaten zusammen und wirft alles in einen Topf: Nudeln, Gemüse, ggf. Fleisch und Flüssigkeit werden ohne wirklich viel Aufwand zu einem leckeren Gericht. Das Beste dabei ist, dass die Soße schön eingekocht ist und Nudeln und Soße gemeinsam eine appetitliche Konsistenz haben. In dieser Zeitschrift waren aber leider nur zwei Gerichte, bei denen mir die Zutaten zusagten, doch ich war so begeistert von dieser „neuen“ Methode, dass ich auf der Suche nach einem Kochbuch dazu war. Gefunden habe ich dieses.

In vier Kapiteln werden insgesamt 30 Rezepte optisch sehr ansprechend präsentiert. Die Rezepte sind alle sehr übersichtlich aufgebaut. Den Rezeptkapiteln voraus geht ein Grundlagenkapitel, in dem die Basics rund um das Prinzip von One Pot Pasta erläutert werden. Dieses wird mit einem Grundrezept noch einmal verdeutlicht: Spaghetti mit Tomaten. Wirklich gelungen ist auch der „Pasta-Baukasten“ am Ende des Einführungskapitels mit dessen Hilfe man sich mit den Zutaten, die man gerade im Haus hat, oder auch ganz nach eigenen Vorlieben ein eigenes One Pot Pasta-Rezept erstellen kann.

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Im Anschluss an die Rezepte findet sich noch  ein praktisches Register, in dem die Rezepte mehrfach auftauchen. Mehrfach deshalb, da sie bei den jeweiligen Hauptzutaten gelistet sind. Auf diese Weise findet man immer genau das, was man gerade essen möchte!
Ganz zum Schluss finden sich noch vier Rezepte für Salate: zwei Blattsalate und zwei Gurkensalate. Außerdem sind dort noch vier Rezepte zu finden, bei denen statt normaler Nudeln, Nudeln aus Gemüse Verwendung finden. Dass diese Rezepte da sind, gefällt mir. Allerdings habe ich diese alle noch nicht ausprobiert.

Ich möchte nun eine Auflistung der einzelnen Gerichte innerhalb der Kapitel vorstellen. Hinter den Gerichten, die ich nachgekocht habe, befindet sich meine persönliche Bewertung des Gerichtes:

Pasta Classics

  • Spaghetti Bolognese – 8/10
  • Sedani alla Primavera
  • Linguine alla Genovese
  • Pasta alla Vesuviana
  • Spaghetti con Spinaci e Gorgonzola – 8/10
  • Linguine al Salmone
  • Tortiglioni alla Puttanesca
  • Penne all’Arrabbiata
  • Girandole al Funghi con Pancetta – 8/10

Past Asia Style

  • Brokkoli-Nudeln mit Schweinefleisch – 8/10
  • Linguine mit Spargel und Garnelen – 8/10
  • Bavette mit Wok-Gemüse und Huhn – 8/10
  • Spaghetti mit Zwiebeln und Rindfleisch
  • Curry-Nudeln mit Blumenkohl – 6/10
  • Kokos-Tomaten-Nudeln mit Spinat – 8/10
  • Nudeln mit Pak Choi und Shiitake

Pasta Freestyle

  • Penne mit Aubergine und Thunfisch
  • Rahmkohlrabi-Nudeln mit Krabben – 7/10
  • Paprika-Pasta mit Feta und Walnüssen – 9/10
  • Fenchel-Safran-Nudeln mit Huhn – 9/10
  • Käse-Schinken-Makkaroni mit Lauch
  • Grüne Gemüse Pasta mit Zitronensauce
  • Artichocken-Pasta mit Chorizo
  • Süße Pflaumen-Nudeln mit Mohn
  • Apfel-Nuss-Penne mit Rosinen

Pasta Gluten-Free

  • Texmex-Pasta mit Avocado-Salsa – 9/10
  • Gemüse-Pilz-Penne mit Rinderfilet
  • Möhren-Salbai-Nudeln mit Ziegenkäse
  • Zucchini-Reisnudeln mit Garnelen – 6/10
  • Spaghetti mit Erbsen und Minz-Gremolata

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Alle Rezepte sind für zwei Personen konzipiert. Wenn man kleine Portionen isst, sind sicher auch drei denkbar.  Ich habe die Gerichte für mich und meinen Mann zubereitet und da ging es meist auf, bzw. war minimal zu viel. Die meisten Rezepte haben eine Zubereitungszeit von 20-35 Minuten. Die Fenchel-Safran-Nudeln benötigen mit 50 Minuten am längsten. Da es sich dabei ja ausschließlich um Nudel-Gerichte handelt, ist die Kalorienbilanz der Gerichte nicht zu unterschätzen. Bei jedem Gericht steht sie für eine Portion unter dem Rezept. Auch dabei gibt es Gerichte mit weniger (450 kcal) oder mehr (1070 kcal) der Durchschnittswert dürfte bei 700 kcal liegen.

Wie man sehen kann habe ich von den 30 angebotenen Rezepten in den Hauptkapiteln 13 nachgekocht.  Manche werde ich vielleicht noch nachholen, manche werde ich auch gar nicht ausprobieren, weil mir die Zutaten (z.B. Artischocken) nicht gefallen. Die meisten haben eine Wertung von 8/10 Punkten erhalten, was bedeutet, dass sie geschmeckt haben und wieder gekocht werden. Zwei haben Favoritencharakter, eines spaltete die Gemüter. Es waren aber auch zwei dabei, die gar nicht gefallen haben. Die Curry-Nudeln hatten Linsen mit dabei, die so lange gekocht der Sauce eine sehr semig-krümelige Konsistenz gaben, was uns gar nicht gefallen hat. Bei den Zucchini-Reisnudeln haben wir festgestellt, dass frischer Koriander nicht unser Fall ist. Ein Kochbuch darf aber auch Rezepte dabei haben, die einem nicht gefallen, denn Geschmäcker sind verschieden und ein Kochbuch soll verschiedene Geschmäcker bedienen.

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Was ich allerdings etwas seltsam finde, ist dieses Gluten-free-Kapitel. Es werden statt normaler Nudeln in diesem Kapitel Nudeln aus Mais oder Reis verwendet, doch da die Wasser-Menge praktisch überall gleich ist, kann man die glutenfreien Nudeln theoretisch bei allen Rezepten verwendet. Ich jedenfalls habe bei den Tex-Mex-Nudeln „normale“ statt Maisnudeln genommen.

Etwas enttäuscht war ich von dem Kapitel mit den Klassikern. Aufgrund meiner Allergien (Zwiebel, Knoblauch, Lauch, Spargel) konnte ich praktisch keine davon zubereiten, da ein Austausch der Zutaten praktisch ein völlig anderes Rezept ergab. Ansonsten hat mir die Zusammenstellung der Rezepte sehr gut gefallen.one-pot-pasta-4

Zu diesem Buch gibt es eine kostenlose App mit deren Hilfe man  seine Lieblingsrezepte aus diesem und anderen GU-Büchern auf seinem Smartphone sammeln kann. Diese App ist sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store verfügbar. Das mag für manche praktisch sein, ich selbst habe zwar ein Smartphone mit großem Display, das ich dafür nutzen könnte, doch ich notiere mir meine liebsten Rezepte altmodisch in einem Rezeptbuch. Daher habe ich diese App nicht getestet.

Fazit: Das Prinzip von One Pot Pasta war mir vorher schon bekannt und ich war speziell auf der Suche nach einem Kochbuch mit Rezepten für diese Zubereitungsweise. Meine Wahl fiel auf dieses Buch und ich wurde nicht enttäuscht. Sicher sind nicht alle Rezepte nach meinem Geschmack, doch es gab eine Vielzahl von Gerichten, die ich sicher nicht das letzte Mal gekocht habe. Die Aufmachung des Buches und besonders der Rezepte sind sehr gelungen. Besonders schön weil besonders nützlich ist das Register am Ende des Buches. Wer auf der Suche ist nach neuen One Pot Pasta Rezepten wird hier fündig, da es auch ganz andere Zutatenzusammenstellung jenseits der Bolognese gibt. Drei Kapitel sind Rezepten gewidmet, die nicht klassisch italienisch sind. Wer sich bisher noch nicht an dieses Prinzip herangetraut hat, es aber nun ausprobieren möchte, ist mit diesem Buch sehr gut beraten!

Bewertung_09_hBuchtdaten: One Pot Pasta – Marianne Zunner
Genre: Kochbuch
Klappenbroschur
64 Seiten
Gräfe und Unzer
Erschienen: 2015
ISBN: 9783833851056
Preis: 8,99€

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