Inga Pfannebecker – Currys

Leider viele (für mich) „unerreichbare“ Gewürze enthalten

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Zum Inhalt: Currys – schon ihre sonnige Farbe macht einfach happy! Dazu ihr würziger Duft, die exotischen Aromen und ihr Geschmack, mild oder scharf: eine Wucht! Und das Beste: Alles passt in einen Topf. Oder Wok! Ob in Indien, Thailand oder Indonesien, ganz Asien ist eine Schatzkiste der großartigsten Currykreationen. Im GU KüchenRatgeber Currys finden auch Anfänger eine große Auswahl leicht zu kochender Currys und Wissenswertes zu den Curry Basics. Rein vegetarische Currys sind ebenso dabei wie Currys mit Fisch oder Fleisch: zum Beispiel Geflügelcurry mit Mandel-Pistazien-Joghurt-Sauce, mildes Fisch-Mango-Curry oder Süßkartoffel-Spinat-Curry. Unverzichtbar fürs authentische Curryfeeling ist die richtige Gewürzmischung. Wie man sie leicht selber macht, zeigen unter anderem Grundrezepte für indische und thailändische Currypasten. Tipps zur richtigen Zubereitung von Reis, Chutneys, Pickles oder Gurken-Raita runden die aromatische Reise in die Currytöpfe Asiens perfekt ab. (Quelle)

Meine Meinung: Auf der Suche nach Rezepten, bei denen alles ganz einfach „in einen Pott“ geworfen wird, bin ich unter anderem auf dieses Buch aufmerksam geworden, da ich gern exotisch gewürzte Speisen esse.

In drei Kapiteln werden insgesamt 30 Rezepte optisch sehr ansprechend präsentiert. Die Rezepte sind alle sehr übersichtlich aufgebaut. Den Rezeptkapiteln voraus geht ein Grundlagenkapitel „Tipps und Extras“, in dem die Hintergründe erläutert und allgemeine Tipps gegeben werden. Einige Informationen findet man auch in der vorderen Klappe des Buches. Das Kapitel wird mit einer Zusammenstellung einer „Basis-Curry“-Mischung und den Rezepten für indische – und rote Thai-Currypaste abgerundet.

Im Anschluss an die Rezepte findet man ein kleines Lexikon der exotischen Zutaten, das beschreibt, was die Zutat ist, wofür man sie verwendet und woher man sie möglichweise beziehen kann. Solche Lexika sind theoretisch überaus hilfreich, doch dieses hier könnte man noch verbessern. Ich bin nicht allzu erfahren, was diese exotischen Gewürze angeht und daher hätte ich es hilfreich gefunden, wäre jede Zutat nach dem gleichen Schema beschrieben worden (Geschmack, Herkunft, Verwendung, Bezugsquelle, Foto) – gern auch als Mini-Steckbrief. Doch hier sind nicht immer alle Punkte angesprochen worden und es sind auch viel zu wenig Bilder dabei.

Außerdem gibt es am Ende noch  ein praktisches Register, in dem die Rezepte mehrfach auftauchen. Mehrfach deshalb, da sie bei den jeweiligen Hauptzutaten gelistet sind. Auf diese Weise findet man immer genau das, was man gerade essen möchte!
Ganz zum Schluss finden sich in der Klappe des Buches noch fünf Rezepte für Beilagen wie Brot oder Salat und auf der Seite davor drei Rezepte für gewürzte Getränke. Außen auf der Klappe gibt es eine kleine Reis-Kunde. Dieses Buch nutzt demnach jeden Platz den es gibt, um dem Leser Informationen und Rezepte näher zu bringen. Ein netter Bonus, den ich jedoch noch nicht ausprobiert habe.

Ich möchte nun eine Auflistung der einzelnen Gerichte innerhalb der Kapitel geben:

Currys mit Fleisch

  • Chicken Tikka Masala
  • Rotes Thai Curry mit Ente
  • Hähnchen in Spinatsauce
  • Lammbällchen Curry
  • Schweinefleisch Vindaloo
  • Massaman-Curry
  • Fruchtig-gelbes Thai-Curry
  • Karibisches Hähnchencurry
  • Hähnchen in Mandel-Pistazien-Sauce

Currys mit Fisch und Meeresfrüchten

  • Totes Thai-Garnelen-Curry (Titelrezept)
  • Fisch-Curry nach Madras-Art
  • Indisches Garnelen-Curry
  • Grünes Tintenfisch-Curry
  • Gegrillte Lachs-Steaks
  • Fisch-Mango-Curry

Veggie-Currys

  • Gemüse-Kofta in Kormasauce
  • Auberginen-Kichererbsen-Curry
  • Kartoffel-Kohl-Curry mit Tempeh
  • Aloo Gobhi mit Pfannkuchen
  • Schnelles Eier-Curry
  • Rote-Kokos-Linsen mit Spinat
  • Süßkartoffel-Zuckerschoten-Curry
  • Grünes Thai-Gemüsecurry
  • Indonesisches Gemüse-Tofu-Curry
  • Paneer in Paprikasauce
  • Vietnamesisches Veggie-Curry
  • Schnelles Triple-Dal
  • Kürbis-Sambhar

Alle Rezepte sind für vier Personen konzipiert. Viele Rezepte haben eine recht lange Gar- oder Marinierzeit, es gibt aber auch welche, die um die 30 Minuten dauern. Bei dieser Vielfalt ist also für jeden Tagesplan etwas dabei, man sollte sich jedoch vorher das Rezept anschauben und entsprechend rechtzeitig mit dem Kochen beginnen. Bei jedem Gericht steht die Kalorienbilanz für eine Portion unter dem Rezept. Von den 30 Rezepten liegen lediglich 3 bei über 500 kcal, alle anderen sind mitunter weit darunter und man kann diese Gerichte gut für die kalorienbewusste Ernährung heranziehen.  Die Beilage (für mich zumeist Reis) ist jedoch dabei nicht mit eingerechnet!

Die Rezepte und Currys im Allgemeinen stehen und fallen mit den Gewürzen. Als ich dieses Buch getestet habe, habe ich mir im Vorfeld alle Zutatan notiert, die ich noch besorgen muss. 13 Gewürze hatte ich nicht im Haus und hätte sie besorgen sollen. Im heimischen Supermarkt und im großen Supermarkt in der nächsten Stadt habe ich davon lediglich zwei kaufen können. Sogar „Madras-Curry“, das es hier sonst immer gab, wurde aus dem Programm genommen. Damit beschränkte sich die Anzahl der Gerichte, die ich (nach Rezept) kochen konnte, auf ein Minimum (8 Gerichte). Ich hätte nun den Asia-Laden in der nächsten großen Stadt anfahren oder die Zutaten im Internet bestellen müssen. Beides ist mir ehrlich gesagt, um ein Abendessen zu kochen, zu aufwendig. Wenn ich das nächste Mal in besagte Stadt fahre, werde ich noch einmal nach den Zutaten schauen… Bei den frischen Zutaten ist es allerdings noch schwieriger.
Folgende Gewürze haben mir gefehlt: Massam-Currypaste, Kaffirlimettenblätter, Tamarindenpaste, Madras-Curry, schwarze sowie braune Senfkörner, getrocknete Curry-Blätter, Panch Phoran, scharf geräuchteres Paprikapulver, schwarze Kardamom-Kapseln, Kichererbsenmehl, Thai-Basilikum, Lamm-Hackfleisch, Galgant und Zitronengras (frisch).
Bei einigen Zutaten steht eine Alternative dabei, bei den meisten nicht, da sie für den Geschmack wichtig sind. Nimmt man hinzu, dass man nicht unbedingt alle Zutaten mag, konnte ich z.B. aus dem Fisch-Kapitel lediglich ein und aus dem Veggie-Kapitel kein Gericht nachkochen. Das ist ziemlisch schade, denn auf den Bildern sehen die Gerichte immer so lecker aus! Und tatsächlich sind die Gerichte, die ich nachgekocht habe auch wirklich lecker, so dass ich mein Curry-Repertoire durch dieses Buch tatsächlich erweitern konnte!

Zu diesem Buch gibt es eine kostenlose App mit deren Hilfe man  seine Lieblingsrezepte aus diesem und anderen GU-Büchern auf seinem Smartphone sammeln kann. Diese App ist sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store verfügbar. Das mag für manche praktisch sein, ich selbst habe zwar ein Smartphone mit großem Display, das ich dafür nutzen könnte, doch ich notiere mir meine liebsten Rezepte lieber altmodisch in einem Rezeptbuch. Daher habe ich diese App nicht getestet.

Fazit: Im Grund war mir vorher bewusst, dass ich wahrscheinlich nicht (ohne großen Aufwand zu betreiben) an alle Zutaten kommen würde, doch dass es tatsächlich so schlimm ausfällt, habe ich nicht gedacht. Von den 30 Rezepten, konnte ich nur 8 nachkochen. Das Buch ist zwar nicht teuer, dennoch ist es außerordentlich schade, dass ich so viele Gerichte aufgrund fehlender (aber auch nicht gemochter) Zutaten nicht nachkochen konnte, denn auf den Bildern sehen die Gerichte sehr lecker aus. Für Neulinge in Sachen Currys wie mich, Hobby-Köche, die nur gelegentlich ein Gericht mit solch exotischen Gewürzen kochen oder keine Möglichkeit oder den Willen haben einen Asia-Laden aufzusuchen oder bei einem online zu bestellen, ist daher die Auswahl der Gerichte schon recht eingeschränkt. Wer damit kein Problem hat, der hat mit diesem kleinen Buch sicher ein tolles Kochbuch gefunden. Die Rezepte, die ich nachkochen konnte, waren jedoch durchweg sehr lecker !

Bewertung_08_hBuchtdaten: Currys – Inga Pfannebecker
Genre: Kochbuch
Klappenbroschur
64 Seiten
Gräfe und Unzer
Erschienen: 2015
ISBN: 9783833853272
Preis: 8,99€

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. aboutrosi sagt:

    Ja das Problem kenne ich! Dabei wäre es so interessant mal andere Geschmacksrichtungen auszuprobieren!

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