Sarah J. Maas – Das Reich der sieben Höfe. Dornen und Rosen

Modernes „die Schöne und das Biest“

Dies ist der Auftaktband einer neuen Fantasyreihe mit dem Titel Das Reich der sieben Höfe.

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Zum Inhalt: Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen. Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren. (Quelle)

Meine Meinung: Bisher hatte ich zwar noch kein Buch der Autorin gelesen, aber viel Gutes von ihrer anderen Reihe gehört. Da ich allerdings gerade keine Zeit habe, eine ganze Reihe zu lesen und ich die Gelegenheit hatte, dieses Buch zu lesen, habe ich sie wahrgenommen.
Feyre, gesprochen Feyruh, ist die jüngste von drei Schwestern. Da sowohl die Schwestern als auch der Vater psychisch nicht in der Lage sind die Familie zu ernähren, nimmt Feyre diese Bürde auf sich und geht jagen um die Familie am Leben zu halten. Als sie  an einem Wintertag einen Hirsch erlegen wollte, kommt ihr ein riesenhafter Wolf in die Quere. Kurzerhand erschiest sie beide. Es stellt sich jedoch heraus, dass dies ein folgenschwerer Fehler war, denn der Wolf war ein Fae. Eines der nicht-menschlichen Wesen, die vor 500 Jahren Menschen als Sklaven hielten. Sie bewohnen den Großteil der Insel und die Menschen haben eine Mauer gebaut, um die Fae auszusperren. Nun fordert ein Fae in Tiergestalt den Tribut, der im Vertrag festgelegt wurde: Ein Leben für ein Leben. Er ist gnädigt und tötet Feyre nicht, doch nun muss sie ab sofort im Reich der Fae leben. Wird ihre Familie ihren Verlust verkraften?
Zuerst war ich ob des Covers etwas skeptisch. Im Grunde gefällt es mir optisch sehr gut, doch irgendiwe kommt es auch sehr kitschig daher und deshalb hatte ich die Befürchtung, das Buch könnte etwas arg in Richtung Jugendbuch-Kitsch abdriften. Zum Glück hat sich diese Befürchtung nicht bewahrheitet. Auch wenn dieser Plastik-Umschlag schon hübsch anzuschauen ist, geht er mir tierisch auf den Keks, da sich das Plastik viel störrischer verhält als ein nomaler Schutzumschlag aus Papier. Zudem bekommt er sehr leicht Mikro-Kratzer.
Auch wenn ich vor der Lektüre schon erfahren habe, dass hierbei das Märchen-Motiv von Die Schöne und das Biest aufgegriffen wurde, war dies nicht schlimm, denn es wurde auch so sehr schnell deutlich. Wie sich heraus gestellt hat, ist es praktisch eine recht genaue Umsetzung des Motives, doch hat am Schluss eine komplett andere Auflösung, so dass es statt einem „Friede-Freude-Eierkuchen“-Abschluss noch ein sehr spannendes Finale gegeben hat. Dies hat mich zum einen überrascht zum anderen hat es mir auch gut gefallen. Beendet es nämlich das Märchenmotiv und schließt das Buch in sich ab, bietet aber ausreichend Potential für eine Fortsetzung in einer Reihe, denn neben der einen lokalen Bedrohung, um die es hier in diesem Buch gibt, gibt es noch eine weitere auf der Nachbarinsel.
Beinahe hätte ich das Buch nach knappen 30 Seiten wieder weggelegt. Ich habe ein großes Gerechtigkeitsbedürfnis und wie die Schwestern Feyre behandelt haben, konnte ich schlicht nicht ertragen. Ich hätte dieses Mädchen am liebsten geschüttelt. Zum Glück hat sich das Problem mit ihren Schwestern von allein erledigt, da Feyre bald das Haus verlassen musste. Wäre sie da wohnen geblieben, ich glaube ich hätte das Buch abgebrochen.
Die Geschichte ließ sich sehr gut lesen und hat ausreichend Überraschungen bereit gehalten, trotz des bekannten Motives. Die Liebesgeschichte war eindeutig nicht zu kitschig und aufgrund der Beschreibung der leidenschaftlichen Beziehung zwischen den beiden ist es auch absolut nicht zu „jugendbuchmäßig“. Maas hat dabei an passender Stelle aufgehört, ansosten hätte dieses Buch auch leicht in eine andere Sparte abrutschen können.
Ich muss sagen, dass mir die Lektüre des Buches wirklich gut gefallen hat und es mich prima unterhalten hat. Beinahe hätte ich es sogar geschafft es in einem  Rutsch durchzulesen. Ich bin mir nun ziemlich sicher, dass ich die andere Reihe der Autorin auch noch lesen werde!

Fazit: Mit Das Reich der sieben Höfe. Dornen und Rosen hat Sarah J.Maas einen interessanten Auftaktband zu einer neuen Reihe geschrieben. Das Schöne daran ist, es ist so sehr in sich abgeschlossen, dass man hiermit mühelos ausprobieren kann, ob diese Reihe etwas für einen ist. Mir hat die Umsetzung des Märchenmotives von Die Schöne und das Biest sehr gut gefallen, weil es zum einen recht genau beibehalten wurde, zum anderen aber eine erfrischend neue Episode als Zusatz bekommen hat. Dieses Buch hat dadurch zwar einen romantischen Touch, ist aber weder kitisch noch zu sehr Jugendbuch, was ich aufgrund des Covers zunächst befürchtet hatte. Dieser seltsame Plastikumschlag dieser Ausgabe sieht optisch zwar sehr gut aus, ist in der Praxis für mich jedoch durchgefallen.

Bewertung_09_hBuchdaten: Das Reich der sieben Höfe. Dornen und Rosen – Sarah j. Maas
Original: A Court of Thorns and Roses
Genre: Fantasy
Gebunden
480 Seiten
dtv
Erschienen: 10. Februar 2017
ISBN: 978-3-423-76163-5
Preis: 18,95€

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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. leseratteffm sagt:

    Hi Horrorbiene! Da wir sehr häufig den gleichen Lesegeschmack haben, werde ich dieses neue Buch von Sarah J. Maas sicher auch bald lesen, zumal mir „Throne of Glass“ sehr gut gefällt :-). Es ist sozusagen von unten direkt nach oben in meine Leseliste gestürmt.
    Viele Grüße
    leseratteffm

  2. Ich hätte mit deinem Punktesystem eher so eine sieben vergeben 😀 Aber jedem das seine. Ich bin dir gleich mal gefolgt, denn ich war auf der Suche nach Blogs die über High-Fantasy schreiben, denn von denen habe ich leider noch nicht so viele entdeckt.
    Als ich deine Beiträge im Überblick durchging, wurde ich immer begeisterter! Von Joe Abercrombie über Raymond Feist und sogar bis zu Goodkind hast du ja alles zu bieten! Finde ich super einen Blog zu finden, der genau meinen Geschmack trifft 😀
    Lg Moana

    1. horrorbiene sagt:

      Ja, High Fantasy ist genau mein Ding! Zwischendurch darf es aber auch mal ein Krimi oder Thriller sein, sonst kommt man mit dem unterschiedlichen Welten noch ganz durcheinander! 😉

      1. Ja das kann ich mir vorstellen! Eigentlich ist High-Fantasy mein Lieblingsgenre, aber ich komme kaum dazu, weil die Bücher so fett sind (meistens) und ich dann immer andere Bücher davor schiebe und mich auch vom Romantasy/Jugendbuch dass in der Buchblog Community dominiert mitschwemmen lasse. Jetzt versuche ich wieder der High-Fantasy treu zu werden und da sind solche Blogs wie deiner genau das richtige um Inspiration zum lesen zu finden 😀

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