Jon Skovron – Empire of Storms. Pakt der Diebe

am

Eine tolle neue Fantasy-Trilogie

Pakt der Diebe ist der erste Band einer Trilogie mit dem Titel Empire of Storms.

Zum Inhalt: Hope ist noch ein Mädchen, als ihr Dorf von den Magiern des Kaisers angegriffen und dem Erdboden gleich gemacht wird. Sie allein überlebt und findet in einem Kloster nicht nur Unterschlupf, sondern wird dort auch von den Kriegermönchen in den Kampfkünsten unterwiesen. Red ist ein Straßenjunge, der in den finsteren und überfüllten Gassen New Lavens zum besten Taschendieb heranwächst, den das Imperium je gesehen hat. Jahre vergehen – doch als Hope und Red einander auf schicksalhafte Weise begegnen, schließen sie einen Pakt, der die Zeit der Ungerechtigkeit beenden wird … (Quelle)

Meine Meinung: Eigentlich versuche ich mich mit neuen Trilogien etwas zurückzuhalten, da mein SUB einfach zu hoch ist, doch die Beschreibung und das Cover haben mich dann doch dazu verleitet, dieses Buch zu lesen und ich habe es keine Sekunde bereut. Obwohl dies Skovrons erster Fantasy-Roman ist, schreibt er wirklich grandios, so dass mich das Buch wirklich packen konnte. Zudem hat er hier erfolgreich mehrere Elemente zu seiner eigenen Welt zusammen gestellt: Piraten, Diebe, Revolver und mystische Schwerter sind nur einige davon. Ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen.
Es gibt, wie der Klappentext vermuten lässt, zwei Hauptcharaktere: Hope, die von den Vinchen zur Kriegerin ausgebildet wird und Red, ein rotäugiger in seinem Viertel berühmt und berüchtigter Dieb. Beide sind gleich alt, beide wurden aufgrund ihrer Vergangenheit zu dem, der sie jetzt sind. Der Leser begleitet abgwechsend jeweils einen von ihnen. Zwischendurch wechselt die Perspeltive auch mal zu einem Nebencharakter.
Dieser Auftaktband ist wirklich geschickt aufgebaut: Er ist in vier „Teile“ aufgeteilt, zwischen denen jeweils ein wenig Zeit vergeht. Auf diese Weise macht Skovron es möglich, dass der Leser sowohl bei Red als auch bei Hope Lebensabschnitte miterlebt und somit nachvollzieht wie die Figuren zu dem wurden, der sie letztlich sind. Oft ist es so, dass ein Charakter dargestellt wird und klar ist, dass seine Vergangenheit bedeutsam war und man nach und nach erfährt, was dies bedeutet. Hier ist der Leser live dabei, was mir sehr gut gefallen hat, da dadurch die Charaktere lebendiger und sympathischer wurden. Nach etwas mehr als der Hälfte und „Teil 4“ hatte ich das Gefühl, dass die Haupthandlung beginnt. Das mag zwar viel klingen, doch die ersten drei Teile haben sich genauso gut gelesen wie der Hauptteil.
In diesem letzten Teil sind noch einmal zwei neue Charaktere zur Gruppe gestoßen, die beide ebenfalls sehr interessant sind. Ich persönlich hätte es schön gefunden, wenn auch über Alash in den ersten Teilen berichtet worden wäre. Bei Brigga Lin ist das zwar der Fall gewesen, doch auch in ihrem Fall hätte ich noch mehr gut gefunden. Das Buch hat ja „nur“ 577 Seiten, da wäre noch etwas mehr drin gewesen. Das wäre der Atmosphäre sicher sehr zuträglich gewesen. Es ist aber auf keinden Fall so, dass dem Buch nun etwas fehlt. Im nächsten Teil gibt es bestimmt noch ausreichend Gelegenheit die beiden näher kennenzulernen.
Das Buch ist nicht in sich abgeschlossen, sondern endet nur an einem Sinnabschnitt. Die Entwicklung, die am Ende passiert, war zwar kein Überraschungsmoment, aber doch so erstaunlich, dass ich nun eigentlich gern sofort weiter gelesen hätte. Es wurde immer mal wieder angedeutet, dass es eine größere Bedrohung für das Imperium gibt und die Biomanten (die Magier dieser Welt) im Prinzip sich nur für einen Kampf gegen diesen Feind rüsten. Wie genau diese Bedrohung aussieht ist jedoch nicht genannt worden und ich bin sehr gespannt, wie sich „gut“ und „böse“ im Verlauf der Trilogie noch entwickeln werden.
Gut gefallen hat mir vor allem Skovrons Schreibstil, der es mit gezielt eingesetzten „neuen Wörtern“ (die eigentlich nicht neu sind) geschafft hat eine eigene Sprache des Stadtteils Paradieskehre zu erschaffen, was die Geschichte unheimlich atmosphärisch gemacht hat. So ist z.B. eine Mieze eine junge Frau, ein Kater ein junger Mann und fein bedeutet u.a. „alles klar?“. Ein Glossar zu dieser Sprache befindet sich im Anhang.

Fazit: Mit Empire of Storms. Pakt der Diebe hat Jon Skovron einen wirklicht guten Trilogieauftakt geschrieben, der sehr vielversprechend für den weiteren Verlauf der Trilogie ist. Mit seinem geschickten Aufbau, hat der Leser die Hauptcharaktere Hope und Red von Kindesbeiden an kennen gelernt, so dass ich sie von Beginn an sehr sympathisch fand. Wie es sich für einen guten Trilogieauftakt gehört, ist der Leser am Ende des Buches bestens darauf vorbereitet die entscheidende Handlung aufzunehmen: Die Chraktere und die Welt sind vorgestellt und man konnte eine Beziehung zu ihnen aufbauen, allerdings ist mir noch nicht ganz klar, wie genau es weiter geht, da dahingehend nur Andeutungen gemacht wurden. Nun bin ich so richtig angefixt auf den zweiten Teil!

Buchdaten: Pakt der Diebe – Jon Skovron
Band eins der Trilogie Empire of Storms
Genre: Fantasy
Broschiert
592 Seiten
Heyne
Erschienen: 13. Februar 2017
ISBN: 978-3-453-31785-7
Preis: 14,99€

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