Stephanie Garber – Caraval

Leider nicht so verzaubernd wie erhofft

Zum Inhalt: Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt … (Quelle)

Meine Meinung: In den Sozialen Medien bin ich sehr häufig auf dieses Buch gestoßen und da alle von diesem Buch überaus begeistert sind und der Klappentext sehr verführerisch klingt, durfte das Buch auch bei mir einziehen. Aufgrund der vielen positiven Meinungen war meine Erwartung entsprechend hoch.
Leider konnte mich das Buch nicht so verzaubern, wie ich es mir erhofft hatte. Dabei ist die Geschichte ohne Frage originell, gut durchdacht und ausgearbeitet. Da Liebe und Intrigen eine große Rolle spielen und in diesem Spiel nichts ist, wie es zu sein scheint ist das Buch spannend und abwechslungsreich. Doch das Buch hat einen entscheidenden Haken, der es mir sehr schwer gemacht hat in die Geschichte zu finden und vor allem mich mit der Hauptfigur zu identifizieren: Es ist ein Jugendbuch und dann auch wieder nicht. Die Figuren handeln alle so, als sein sie erwachsen und nicht einmal unbedingt junge Erwachsene. Ihre Gedanken und Taten entsprechen meiner Meinung nach keiner 17/18-jährigen, wie Scarlett eine sein soll. Daher habe ich mir alle Figuren auch als Erwachsene vorgestellt. Das Buch als solches liest sich aber mehr wie ein Jugendbuch, heißt es ist verhältnismäßig kurz und hat dadurch nicht den nötigen Spielraum um die Charaktere und die Umgebung ausreichend vorzustellen. Vor allem bei  Scarlett und ihrer Schwester Tella hat mir zu Beginn des Buches etwas mehr Raum gefehlt und ihre Absichten, ihren Charakter und vor allem die Beziehung der Schwestern besser zu durchleuchten. Stattdessen wurde ich als Leser sofort in die Handlung hineingeworfen und es ging Schlag auf Schlag weiter. Da kaum Zeit für Erläuterungen blieb, hielt ich Tella ehrlich gesagt für eine verwöhnte, dumme Kuh, was dem Finale zuwider spricht. 100 Seiten an den richtigen Stellen mehr und das Buch wäre sehr atmosphärisch, außergewöhnlich und „bunt“ geworden, denn Scarlett verbindet alle Dinge und vor allem Gefühle mit Farben.
Die Geschichte als solche hat mir jedoch gut gefallen, auch wenn sie mich zu Beginn aufgrund der Stimmung ein wenig zu sehr an Der Nachtzirkus erinnert hat. Auch wenn Scarlett mehrmals gesagt bekommt, dass es nur ein Spiel sei und sie nicht alles glauben solle, was sie sieht, passiert es nicht nur ihr, sondern auch dem Leser, dass er eben doch glaubt, was er sieht. Dies hat mir sehr gut gefallen und vor allem die Auflösung, was letztlich wirklich hinter dem Spiel stand, war überaus gelungen.

Fazit: Da der leider recht kurze Text, wie es nun einmal bei einem Jugendbuch so ist, dem gelungenen Plot und grandioses Setting gegenübersteht, würde ich es folgendermaßen zusammenfassen: Für ein Buch war es etwas wenig, aber ich denke, der Film könnte tatsächlich richtig gut werden! Wie gut, dass die Filmrechte bereist verkauft sind.

Buchdaten: Caraval – Stephanie Garber
Genre: Fantasy
Broschiert
400 Seiten
ivi
Erschienen: 20. März 2017
ISBN: 978-3-492-70416-8
Preis: 14,99€

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