Auf wiedersehen!

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Eigentlich hatte ich mir vorgenommen noch eine letzte Rezension zu verfassen, aber dazu wird es nun nicht mehr kommen. Dieser Blog wird nun nicht mehr mit neuen Beiträgen gefüttert, im Gegenteil, die alten werden nach und nach hier verschwinden.

Ich hatte ja bereits angekündigt, dass das Konzept des Buchbloggens nicht mehr zu meinem Leben passt. Das hat verschiedene Gründe. Der ausschlaggebenste ist wohl der, dass ich immer mehr Neuerscheinungen angefragt habe, als ich zeittechnisch schaffen konnte, wenn ich nebenbei noch die ganzen anderen Bücher lesen wollte, die auf dem SUB auf mich warten – und der SUB ist beinahe unendlich hoch. Da die angefragten Rezensionsexemplare ja auch gelesen und rezensiert werden müssen, wurde Lesen mehr oder weniger zum Zwang, vor allem wenn dann da ein paar Bücher dabei waren, die mir dann beim Lesen nicht gefallen haben. So habe ich nach und nach die Anfragen bereits reduziert, aber das reicht als Ausgleich nicht aus.

Doch dann kam ein weiteres Problem: Ich bin beim Lesen mit meinen Augen stets schneller als meine Finger beim Tippen und so produziere ich leider Texte, die für mich zwar gut aussehen, aber vor Fehlern nur so wimmeln, also müssen sie korrekturgelesen werden. Ich kann das nicht, denn ich sehe die Fehler einfach nicht. Also muss mein Mann das machen, aber der hat da im Grunde keine Lust zu und so lagen manche Rezensionen, die ich so schön pünktlich zum Erscheinungstag gelesen und rezensiert hatte, oft Monate lang herum zum Frust von allen.

Ein weiterer extrem wichtiger Punkt, der mir die Laune am Bloggen vermiest hat, ist dieses ganze Rechtsgedöns. Ich habe das Gefühl, mit einem Bein schon fast hinter schwedischen Gardinen zu stehen, wenn ich irgendwas nicht als Werbung deklariere oder irgendeine Kommentareinstellung falsch wähle. Denn trotz Datenschutzerklärung und Impressum kam ich mir nicht wirklich gut vorbereitet vor, denn diesen ganzen Müll an Vorgaben zu lesen, da habe ich schlicht weder Lust noch Zeit zu.

Zu guter letzt krempelt sich in den nächsten Tagen unser Leben einmal komplett um, denn wir werden Eltern. Und die Zeit, die ich dann noch zum Lesen finde, möchte ich auch genießen und das Lesen, was ich gerade möchte und nicht was ich mir selbst aufgebürdet habe. Auch das Bloggen nimmt Zeit in Anspruch, welche ich dann lieber mit weiterem Lesen füllen möchte. Seit Anfang 2016 führe ich auch ein analoges Lesetagebuch – so echt mit Tinte auf Papier – und das werde ich akribisch weiterführen, aber dann eben so ausführlich wie es mir in dem Moment gerade passt.

Wer das jetzt schade findet, der kann mir gern auf Instagram unter @horrorbiene folgen, denn da werde ich auch weiterhin aktiv sein. Allerdings ist das momentan nicht wirklich buchlastig, da ich trotz der vielen freien Zeit, die ich wegen des Berufsverbotes hatte, kaum zum Lesen kam. Schwanger sein ist eben kein Spaziergang.

Nach siebeneinhalb Jahren schließt nun dieser Blog seine Pforten. Es hat mir viel Spaß gemacht, aber es war teilweise eben auch wirklich Arbeit, auf die ich nun gern verzichte.

Macht’s gut ihr Lieben, vielleicht sehen wir uns dann ja auf Instagram! 😉

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